28.2.2021

AK-Goach fordert mehr zielgerichtete Maßnahmen und Investition in Qualifizierung  

AK-Präsident Günther Goach formulierte im Rahmen der Rechtsschutzbilanz aktuelle Forderungen der Arbeitnehmerseite. „Wir als Arbeiterkammer stehen als Interessenvertretung für Arbeitnehmer hinter unseren Mitgliedern und sind in allen Lebensbereichen für sie da“, so Goach.

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Der anhaltende Druck in der Arbeitswelt ist in Zeiten der Pandemie nicht weniger geworden. Viele arbeits- und sozialrechtliche Rahmenbedingungen haben sich im vergangenem Jahr geändert und Arbeitnehmer wiederum vor neue Herausforderungen gestellt. „Die Situation bleibt durch Corona angespannt, 32.193 Menschen sind in Kärnten arbeitslos gemeldet und ohne das sozialpartnerschaftlich ausgehandelte Kurzarbeitsmodell wäre diese Zahl noch höher“, betonte AK-Präsident Günther Goach und bekräftigte zugleich: „Kärnten ist im Bereich Gewerbe, Industrie sowie Tourismus sehr gut aufgestellt. Die Zeit, bis die Wirtschaft wieder anspringt, soll bis dahin anderweitig genützt werden. Gerade in Zukunft wird es wirtschaftlich notwendig sein, noch mehr in die Digitalisierung zu investieren und die Menschen dafür zu qualifizieren“.

Die Arbeiterkammer Kärnten fordert für mehr Gerechtigkeit:

  • Erhöhung der Nettoersatzrate bei Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung von 55 auf 70 Prozent.
  • Attraktivere Gestaltung des zweiten Arbeitsmarktes – vor allem Menschen über 50 Jahre müssen vor Langzeitarbeitslosigkeit geschützt werden und entsprechend qualifiziert.
  • Zusätzliches Budget von 40 Millionen Euro für das AMS soll zielgerichtet für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie Qualifizierung eingesetzt werden, denn ein Facharbeitermangel ist nach wie vor vorhanden.
  • Kündigungsschutz für Arbeitnehmer im Krankenstand, unabhängig davon, ob dieser durch eine Krankheit oder aufgrund eines Arbeitsunfalls verursacht wurde.

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