Kranken­geld für freie Dienst­nehmer­:innen

Wenn Sie als freie/r Dienstnehmer:in erkranken, springt die Österreichische Gesundheitskasse mit dem Krankengeld ein.

Sie bekommen Krankengeld sowohl als selbstversicherte/r geringfügig Beschäftigte/r als auch als vollversicherte/r freie/r Dienstnehmer:in, und zwar ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit.

Wie hoch ist das Krankengeld?

Als geringfügig Beschäftige/r erhalten Sie einen Fixbetrag von 174,49 Euro pro Monat (Stand 2022), wenn Sie die begünstigte Selbstversicherung abgeschlossen haben (Kosten: 68,59 Euro pro Monat).

Wenn Sie vollversicherte/r freie Dienstnehmer:in sind, hängt die Höhe des Krankengeldes ab:

  • vom beitragspflichtigen Entgelt, das Sie als Dienstnehmer:in in den letzten drei Monaten vor dem Ende des Ent­gelt­an­spruchs bekommen haben
  • von der Dauer des Krankenstandes

Das heißt:

  • vom 4. bis zum 42. Tag der Arbeitsunfähigkeit bekommen Sie 50% der Bemessungsgrundlage
  • ab dem 43. Tag bekommen Sie 60% der Bemessungsgrundlage

Krankengeld und Steuer

Als freie/r Dienstnehmer:in bekommen Sie das Krankengeld brutto ausbezahlt. Sie müssen es jedoch als betriebliche Einkünfte in der Einkommensteuererklärung angeben und im Nachhinein dafür die Einkommensteuer entrichten.

Pflichten der Arbeitgeber:innen im Krankheitsfall

Wenn Sie als freie/r Dienstnehmer:in erkranken, müssen Ihre ArbeitgeberInnen eine Arbeits- und Entgeltsbestätigung ausstellen, auf der auch zu vermerken ist, ob ein Anspruch auf Sonderzahlungen vereinbart wurde oder nicht.

Wenn Sie noch keine Honorarnote ausgestellt haben, muss sich der Arbeit­geber bei Ihnen erkundigen, wie viel Sie bekommen bzw. er muss schauen, ob im abgeschlossenen Vertrag der Entgeltanspruch festzustellen ist.

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