8.11.2013

Fixarbeit statt Leiharbeit

Antrag FA/BZÖ

Mit Werkverträgen versuchen immer mehr Arbeitgeber, den Mindestlohn für Leiharbeiter zu unterlaufen. Das führt zu einer gefährlichen Spaltung des Arbeitsmarkts: Am Ende sinken die Löhne überall. Die gleiche Arbeit, aber weniger Geld – möglich wird die wundersame Lohn-Schrumpfung durch so genannte Werkverträge, die seit einiger Zeit unter Arbeitgebern immer beliebter werden. Ein Beispiel: Die Regaleinräumer werden nicht mehr direkt beim Supermarkt angestellt, sondern bei Subunternehmen. Diese externen Firmen schließen dann mit dem Supermarkt einen Vertrag über das Einräumen der Regale. Auch Schlachtbetriebe und Drogeriemärkte greifen gerne auf Konstruktion aus Subfirmen und Werkverträgen zurück. Der Grund: Leiharbeiter, die früher gerufen wurden, wenn es möglichst billig sein sollte, sind vielen Arbeitgebern inzwischen schlicht zu teuer. So ist am unteren Ende des Arbeitsmarktes eine neue Nische mit extrem niedrigen Löhnen entstanden. Das ist nicht nur für die Angestellten bei den Subunternehmen ein Problem, die für sechs Euro pro Stunde Regale einräumen oder Fleisch zerteilen müssen. Die Aufspaltung des Arbeitsmarktes in reguläre Angestellte, Leiharbeiter mit Mindestlohn und zu Dumpinghonorare beschäftigte Werkvertragler schadet allen Arbeitnehmern.

Die Freiheitlichen Arbeitnehmer – FA und die BZÖ Arbeitnehmer Kärnten stellen daher den Antrag:

Die Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Kärnten möge beschließen, dass die Sozialpartner die österreichische Bundesregierung, insbesondere das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz, auffordert, folgende Maßnahmen zu setzen:

  1. Anzahl der Leiharbeiterkräfte pro Unternehmen auf maximal 10 % der Belegschaftsstärke zu begrenzen.
  2. Bessere soziale und wirtschaftliche Absicherung von so genannten Werkvertragler 

Einstimmige Annahme

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