AK fordert gerechte Bildungspolitik
„Gerechte Bildung entsteht nicht von selbst. Sie ist das Ergebnis bewusster politischer Entscheidungen, ausreichender öffentlicher Finanzierung und gezielter Unterstützung dort, wo der Bedarf am größten ist“, sagt AK-Präsident Günther Goach. Die Arbeiterkammer Kärnten formuliert daher konkrete bildungspolitische Forderungen, um Ungleichheiten abzubauen und Lernchancen nachhaltig zu verbessern.
Aus Sicht der AK Kärnten braucht es verbindliche politische Maßnahmen, die Ressourcen gerecht verteilen, Schulen gezielt stärken, Familien entlasten und lebenslanges Lernen als öffentliche Verantwortung absichern. Goach: „Die folgenden Forderungen benennen jene Schritte, die aus unserer Sicht dringend umzusetzen sind.“
Forderungen der AK Kärnten
- Die bedarfsorientierte Schulfinanzierung nach dem Modell des AK-Chancen-Index erfordert eine ausreichende finanzielle Ausstattung, um ihre nachhaltige Weiterentwicklung und langfristige Sicherung zu gewährleisten. Die Mittel sollen etwa in die
Unterrichtsentwicklung, in Fachworkshops oder in multiprofessionelle pädagogische Teams (Lehrer:innen, Sozialarbeiter:innen, Freizeitpädagog:innen) fließen. - Investitionen in den Ausbau von Ganztagsschulen zur Verbesserung von Lernchancen und Entlastung von Familien.
- Senkung von Schulkosten sowie die unbürokratische Bereitstellung von
Materialien, um Familien finanziell zu entlasten. - Erweiterung des staatlichen Budgets im Erwachsenenbildungsbereich auf ein Prozent der gesamten öffentlichen Bildungsausgaben.
- Stärkung des dualen Ausbildungssystems: Kompetenzzentren als dritte Lernorte in der dualen Ausbildung sind auszubauen, um die Qualität in der Lehre regional zu
sichern und Abwanderungen von Jugendlichen entgegenzuwirken. - Politische Bildung an Österreichs Schulen ist ernst zu nehmen, auszubauen und strukturell zu verbessern
- AMS-Mittel sind nachhaltig sicherzustellen, um Jugendarbeitslosigkeit aktiv zu
bekämpfen. - Sicherstellung von verbindlicher durchgängiger Berufs- und Bildungsorientierung in allen Schulformen ab der Unterstufe