AK-Goach zum Arbeitsmarkt: „Kärnten braucht die Jugend und die Jugend braucht faire Chancen!“
Laut Zahlen des AMS Kärnten ist die Jugendarbeitslosigkeit im Juni im Vergleich zu Vorjahresmonat um 7,4 Prozent angestiegen, 1.348 Jugendliche und junge Erwachsene sind derzeit in Kärnten auf Jobsuche. Für die AK Kärnten bestätigt sich damit, was bereits die kürzlich präsentierte AK-Jugendstudie zeigt, so AK-Präsident Günther Goach: „Viele junge Menschen blicken mit Sorge auf ihre berufliche Zukunft. Die Arbeiterkammer fordert unter anderem gezielte Investitionen in Ausbildung, Beschäftigung und Qualifizierung, um Jugendlichen rasch Perspektiven am Arbeitsmarkt zu eröffnen.“
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juni zwar um 0,1 Prozent auf 13.884 Vorgemerkte gesunken, die der Jobsuchenden unter 25 Jahre aber um 7,4 Prozent (auf 1.348) gestiegen. Für die Arbeiterkammer Kärnten ist die Entwicklung am Arbeitsmarkt ein deutliches Warnsignal. „Wer den Einstieg ins Berufsleben nicht schafft, hat häufig auch langfristig schlechtere Chancen auf stabile Beschäftigung und ein ausreichendes Einkommen. Umso wichtiger ist es, junge Menschen nicht allein zu lassen“, betont der AK-Präsident. Die Ergebnisse der aktuellen AK-Jugendstudie zeigen, dass sich viele 15- bis 25-Jährige um ihre berufliche Zukunft sorgen. Der Wunsch nach einem sicheren Arbeitsplatz, einem fairen Einkommen und verlässlichen Zukunftsaussichten steht für sie an erster Stelle. Die nun veröffentlichten Arbeitsmarktdaten unterstreichen diesen Befund und machen deutlich, dass rasches Handeln gefragt ist. Auch die Wohnkosten sind für Jugendliche ein massives Hindernis: 70 Prozent geben an, dass sie sich kaum eine eigene Wohnung leisten können. In vielen Regionen fehlen jene Öffi‑Verbindungen, die Lehrlinge und junge Arbeitnehmer:innen brauchen. Goach: „Wer keinen verlässlichen Weg zur Arbeit hat, hat auch keine echte Chance am Arbeitsmarkt.“
Dazu kommt steigender psychischer Druck: Mehr als die Hälfte der Jugendlichen fühlt sich überfordert, viele zweifeln an fairen Perspektiven. Das wirkt sich direkt auf Ausbildung und Beschäftigung aus. „Wenn wir Fachkräfte sichern wollen, müssen wir die Lebensrealität junger Menschen ernst nehmen. Wir fordern daher mehr Starterwohnungen, bessere Öffi‑Anbindungen, leistbare psychosoziale Angebote und gezielte Qualifizierung in Branchen mit hohem Bedarf. Kärnten braucht die Jugend – und die Jugend braucht faire Chancen“, betont der AK‑Präsident.