AK warnt vor dubiosen Pensionsversprechen über 150.000 Euro
Derzeit landen vermehrt Schreiben in Kärntner Briefkästen, die eine lukrative Zusatz-Pension versprechen. Als Teil eines „Kreises der Auserwählten“ winken demnach steuerfreie 2.500 Euro monatlich für fünf Jahre. „Mit solchen unseriösen Versprechen wird gezielt mit der Hoffnung der Menschen gespielt. Hinter den Briefen steckt oft reine Abzocke“, warnt AK-Präsident Günther Goach.
Die Verwendung einer kostenlosen 0800-Nummer, die man anrufen soll, wenn man die Chance auf die Zusatz-Pension nutzen möchte, soll Seriosität suggerieren. Zahlreiche Erfahrungsberichte zu ähnlichen Schreiben eines in Deutschland ansässigen Unternehmens zeigen jedoch, dass dahinter oft dubiose Geschäftspraktiken stehen. „Betroffene berichten, dass bei einem Rückruf statt der versprochenen Auszahlung oder Gewinnübergabe kostenpflichtige Angebote, Abonnements oder Lotterieverträge beworben werden. Zudem wird teils massiver Druck aufgebaut, persönliche Daten preiszugeben“, erklärt Stephan Achernig, Leiter des AK-Konsumentenschutzes, und appelliert: „Vor allem ältere Menschen geraten ins Visier solcher dubiosen Methoden. Wir empfehlen daher dringend, im Familienkreis über diese Vorgehensweisen zu sprechen und das persönliche Umfeld zu sensibilisieren.“ Goach betont: „Unser besonderer Dank gilt jenen aufmerksamen Konsumentinnen und Konsumenten, die uns solche Briefe melden. Nur durch schnelle Hinweise können wir frühzeitig warnen und verhindern, dass Schaden entsteht.“
So schützen Sie sich vor der Renten-Falle
- Angebot kritisch hinterfragen: Warum sollte eine unbekannte Organisation plötzlich eine sechsstellige Summe auszahlen?
- Keine sensiblen Daten am Telefon: Niemals Kontodaten, Passwörter, Sozialversicherungsnummern oder Kopien von Lichtbildausweisen herausgeben – weder am Telefon noch per E-Mail oder über einen Link.
- Vorsicht bei „offiziellen“ Nummern: Auch eine 0800-Hotline ist kein Garant für Seriosität. Betrüger können Nummern technisch manipulieren (Spoofing).
- Nichts unterschreiben, nichts überweisen: Niemals „Vorauszahlungen“ für Bearbeitungsgebühren oder Steuern leisten.
- Was tun, wenn man bereits Geld überwiesen hat?
Kontakt mit Bank aufnehmen, um etwaige Zahlungen zu stoppen, Anzeige bei Polizei erstatten und den AK-Konsumentenschutz telefonisch unter 050 477-2002 oder per Mail an konsument@akktn.at kontaktieren.