4.6.2018
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Arbeiterkammer stellt Forderungspaket für Kärntens Beschäftigte an Landesregierung

In der morgigen AK-Vollversammlung wird eine gemeinsame Resolution zur Beschlussfassung vorgelegt – ein „Memorandum der AK Kärnten an die Kärntner Landesregierung“. „Das Regierungsprogramm trägt mitunter die Handschrift der AK – in einigen Punkten muss im Sinne unserer 200.000 Mitglieder nachgeschärft werden!“, so AK-Präsident Günther Goach. Er betont: „Wir kämpfen für das arbeitnehmerfreundlichste Bundesland mit besten Bildungsmöglichkeiten, leistbarem Wohnen, sicheren Arbeitsplätzen und guter Pflege- und Gesundheitsversorgung.“

Die AK versteht sich als Sprachrohr und Verhandlerin der Arbeitnehmer gegenüber Wirtschaft und Politik. „Unsere interessenpolitische Arbeit ist alleine an den Bedürfnissen unserer Mitglieder orientiert. Diesen Auftrag nehmen wir sehr ernst und wir haben deshalb für die kommende Legislaturperiode ein Memorandum verfasst“, erklärte Goach. Dieses wird bei der morgigen Vollversammlung der Arbeiterkammer Kärnten als Resolution zur Beschlussfassung an die Kammerräte aller Fraktionen vorgelegt und am 19. Juni im Rahmen einer Regierungssitzung an Landeshauptmann Peter Kaiser übergeben.

Kärnten weiter stärken

„Es gilt den Arbeits- und Wirtschaftsstandort Kärnten weiter zu stärken, die Gesundheitsvorsorge und Pflege auszubauen, noch mehr Möglichkeiten für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu schaffen, Wohnen leistbar zu machen und im Bildungsbereich zu investieren“, fasste der AK-Präsident grob die wichtigsten Punkte aus dem Memorandum zusammen. Das Memorandum sei jedoch nicht nur ein klarer Auftrag an das Kärntner Regierungsteam, es sei auch als Handlungsanleitung an die AK zu verstehen, Forderungen der Beschäftigten vehement wahrzunehmen und für ihre Durchsetzung zu kämpfen.

Die Arbeiterkammer Kärnten stellt im Memorandum folgende Forderungen auf:

  1. Arbeits- und Wirtschaftsstandort Kärnten stärken: Wirkungsorientierte Wirtschaftsförderung, Ausbau Gründerszene oder z.B. Intensivierung Betriebsansiedlung.
  2. Arbeitsmarktchancen und Qualifizierung erhöhen: Start einer Lehrlingsoffensive, spezielle Beschäftigungs- und Qualifizierungsstrategien für Frauen, ältere Arbeitslose und beeinträchtige Arbeitnehmer.
  3. Zentralraum und ländlichen Raum ausgewogen entwickeln: Raumordnung so gestalten, dass kostengünstiges Bauen und leistbares Wohnen ermöglicht wird.
  4. Ganzjahrestourismus ausbauen
  5. Energiepolitik nachhaltig gestalten
  6. Älteren und Arbeitslosen helfen: Weiterbeschäftigung der bisher über die „Aktion 20.000“ befristet aufgenommenen älteren Arbeitnehmern oder auch Förderung von Fort- und Weiterbildung für ab 50-Jährige, um Wiedereinstieg in Beruf zu schaffen.
  7. Gesundheitsvorsorge und Pflege ausbauen: Verbesserung der Pflegesituation durch Ausbau der Informations- und Vermittlungsstellen, Ausbau der Mobilen Dienste zur Entlastung pflegender Angehöriger oder Verbesserung des Pflegeschlüssels.
  8. Betriebliche Gesundheitsförderung forcieren
  9. Familie und Beruf vereinbaren: Flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuungsangebote für unter Dreijährige mit stärkerer Orientierung auf die Arbeitszeit der Eltern, oder Schaffung von leistbaren, bedarfsorientierten Betreuungs-/Hortplätzen.
  10. Konsumentenschutz sichern: Langfristige Sicherung der Förderung des Landes für den AK-Konsumentenschutz, auch über Legislaturperiode hinaus.
  11. Wohnen leistbar machen: Wohnbauförderungsmittel und Rückflüsse aus Darlehen strikt zweckwidmen oder z.B. mehr kostengünstige Kleinwohnungen bis zu 50 Quadratmeter von Gemeinnützigen Bauvereinigungen.
  12. Arbeitnehmerförderung kontinuierlich anpassen
  13. Digitale Bildung forcieren
  14. Berufsausbildung unterstützen: Absicherung Berufsschulstandorte, Erhalt und Ausbau „Lehre mit Matura“ und „Matura mit Lehre“ oder z.B. Implementierung der Berufs- und Bildungsorientierung Kärnten in Bildungsabteilung des Landes.
  15. Lebensbegleitendes Lernen fördern: Anhebung des Fördervolumens für gemeinnützige Kärntner Erwachsenenbildungsträger oder z.B. Umsetzung des AK-Modells 2017 zur Einführung eines Qualifizierungsgeldes für Arbeitnehmer.
  16. Leselust fördern
  17. Armut und soziale Ausgrenzung bekämpfen
  18. Hochschulstandorte stärken

Rechnungsabschluss 2017

Der Großteil der Einnahmen wurde in Serviceleistungen für Kärntner Arbeitnehmer investiert.

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