AK-Zukunftsprogramm - Goach: „Wir wollen Arbeitnehmer entlasten und zukunftsfit machen!“

Die AK Kärnten plant für die kommenden fünf Jahre, jährlich 1,7 Millionen Euro in Maßnahmen zu investieren, die den Beschäftigten helfen, die Digitalisierung bestmöglich zu meistern. „Im Rahmen unserer Digitalisierungsoffensive sind bereits konkrete Projekte ausgearbeitet. Aber die Kammerumlage muss von Seiten der Regierung unangetastet bleiben, nur so können wir unseren Mitgliedern dieses Service ermöglichen“, betont AK-Präsident Günther Goach. Die AK setzt im Rahmen ihres Zukunftsprogrammes außerdem auf Bildung, Wohnen und das Thema Pflege.

Die AK Kärnten wird von 2019 bis 2023 ein Zukunftsprogramm für Digitalisierung und Arbeit 4.0 gestalten. 1,7 Millionen Euro jährlich will die AK dazu in Maßnahmen investieren, die den Beschäftigten helfen, die Digitalisierung bestmöglich zu meistern. Eigens entwickelte Qualifizierungs- und Projektfonds sollen umfassende Unterstützung bieten. „Es geht uns darum, den Menschen digitale Grundkenntnisse zu vermitteln und oder Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten, um in der Arbeitswelt bestehen zu können“, so Goach. Er betont jedoch: „Das Credo lautet, dass wir unseren Mitgliedern mehr und umfassendere Leistungen für das gleiche Geld zur Verfügung stellen wollen. Eine Kürzung der Kammerumlage würde die Umsetzung dieser zukunftsweisenden Projekte nicht möglich machen.“

Projekte in Startlöchern

Goach verweist auf konkrete Maßnahmen, die die AK im Rahmen der Digitalisierungsoffensive und dem Projekt Arbeit 4.0 plant. „Zusammen mit unseren Erwachsenenbildungseinrichtungen VHS und BFI planen wir unter anderem, digitale Lernplattformen zu schaffen, die es Arbeitnehmern von zu Hause aus ermöglichen, sich für den beruflichen wie auch privaten Bereich kostenlos fortzubilden. Zudem ist angedacht, in der gps-Lehrwerkstätte in Villach berufsspezifische technische Fortbildungen kostenlos anzubieten.“ Aber auch im Bereich von Arbeit 4.0 sind spezifische Projekte geplant. Im nächsten Jahr wird, in Kooperation mit der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, genau gesagt dem Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung, ein Digitalisierungskongress veranstaltet. Internationale Experten, Wissenschaftler und Vertreter aus Wirtschaft sowie Betriebsräte widmen sich den Themen Arbeitsgestaltung, lernförderliche Bedingungen und Mitbestimmung in Digitialisierungs-Zusammenhängen. Ergebnisse daraus fließen in Weiterbildungsangebote, die von der AK gefördert werden, in KV-Regelungen oder Gesetzesinitiativen.

Gratis Fortbildung für Pflegebedienstete

Schon jetzt ist die AK für die Registrierung der Gesundheitsberufe zuständig. Mehr als 1.300 Personen wurden in Kärnten bis dato registriert. Den Bediensteten dieser Berufssparte wird die AK im Rahmen der Zukunftsoffensive insgesamt 120 kostenlose Fortbildungskurse anbieten. Gestartet wird im Feber, absolvieren kann man die Kurse über VHS und BFI.

Mehr Miet- und Wohnrechtsberatung

Allein 10.000 Anfragen jährlich fallen in Kärnten auf den Wohnbereich. Geplant ist im Rahmen der Zukunftsoffensive, eine ausgeweitete Miet- und Wohnrechtsberatung. „Wohnen gehört zu den Grundbedürfnissen. Den steigenden Miet- und Wohnkosten wollen wir mit ausgeweiteter Beratung und Interessenvertretung entgegenwirken, damit Menschen zu ihrem Recht kommen!“, so Goach weiter.

Bildungsangebot ausbauen

Mit „Wie weiter?“ wird außerdem ein neues Projekt im Bildungsbereich der AK gestartet. Ein Bildungslotse wird Eltern und deren Kinder dabei unterstützen, nach dem Pflichtschulabschluss die Berufs- oder Ausbildungswahl zu vereinfachen.

Bedingung: Keine Mittelkürzung

„All diese Vorhaben können in den kommenden fünf Jahren aber nur dann verwirklicht werden, wenn unsere finanziellen Mittel – in Form der Kammerumlage – erhalten bleiben. Ein Angriff der Bundesregierung, durch eine gesetzliche Senkung der Kammerumlage, wäre auch ein Angriff auf die Rechte der Beschäftigten. Denn schon jetzt gilt: Unsere Mitglieder können sich darauf verlassen, in allen Fragen rund um die Arbeitswelt jegliche Unterstützung von der Arbeiterkammer zu bekommen. Und das muss auch in Zukunft so bleiben!“, hebt Goach abschließend hervor.

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