7.11.2017
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15 Jahre AK-Goach: „Wir sind die Vollkaskoversicherung unserer Mitglieder“

Im Rahmen der Vollversammlung am 8. November 2017 zieht Günther Goach Bilanz über seine 15-jährige Amtszeit als Präsident der Arbeiterkammer Kärnten: „Es gab unzählige schöne Momente, in denen wir den Kärntner Arbeitnehmern helfen konnten, aber auch Fälle, in denen wir hart um diese verdienten Rechte kämpfen mussten.“ Den derzeitigen Unkenrufen nach Abschaffung der Arbeiterkammer erklärt er den Kampf: „Wir kämpfen für die Rechte der Arbeitnehmer!“

Seit 30. Oktober 2002 ist AK-Präsident Günther Goach im Amt und verwaltet die Geschicke der Arbeiterkammer Kärnten und ihrer rund 200.000 Mitglieder. In diesen 15 Jahren konnte viel erreicht, erhalten und verbessert werden, resümiert Goach: „Unsere Bilanz kann sich sehen lassen: Im Rechtsschutz haben wir 255,2 Millionen Euro erkämpft. Das AK-Wohnbaudarlehen wurde 23.400 Mal angesucht, rund 90 Millionen wurden ausgezahlt. Im Konsumentenschutz wurden insgesamt 489.511 Beratungen durchgeführt. Mit unseren Steueraktionen haben wir über 60 Millionen Euro für die Kärntner Arbeitnehmer zurückgeholt. Über den AK-Bildungsgutschein konnten wir 6,9 Millionen Euro auszahlen. Für Fahrtkostenzuschüsse im Rahmen der Arbeitnehmerförderung wurden 375.000 Anträge bearbeitet und 73,3 Millionen Euro ausbezahlt.“

Bildung ist wirtschaftlicher Rohstoff

Die Präsidentschaft war von Beginn an von fünf Leitmotiven geprägt, erzählt der AK-Präsident: „Bildung, leistbares Leben, gutes Service und eine starke Interessenvertretung für die Kärntner Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Außerdem war es mir immer wichtig, mit dem Ohr und dem Herzen bei den Arbeitnehmern zu sein.“ Im Bereich Bildung folgte der Präsident seinem Leitspruch: „Bildung ist wirtschaftlicher und sozialer Rohstoff.“ So wurden in seiner Ägide der Bildungsgutschein erhöht, die AK-Bibliotheken in Villach und Klagenfurt eröffnet, und das gratis AK-Lerncoaching eingeführt. Ein besonderes Herzensprojekt war für Goach jedoch die Errichtung der gps-Lehrwerkstätte in Villach, die im Dezember 2014 eröffnet wurde: „Als Lehrbetriebspartner ermöglichen wir Jugendlichen in enger Zusammenarbeit mit Industrie- und Gewerbebetrieben eine Top-Ausbildung. Jeder Cent ist hier als Investition in die Zukunft gut angelegt.“

Leistbares Leben für Arbeitnehmer

In den vergangenen 15 Jahren initiierte Goach viele Projekte, die direkt dazu beitragen, die Lebenskosten von Arbeitnehmern zu senken: Das AK-Wohnbaudarlehen wurde erhöht und der Zugang erleichtert, ein eigenes Darlehen „Junges Wohnen“ eingeführt. Der Betriebskosten-Check ist seit 2014 fixer Bestandteil des AK-Programmes. Stolz ist Goach auf den jüngsten Verhandlungserfolg: „Am 1. Jänner 2018 treten die neuen Richtlinien für die Fahrtkostenzuschüsse in Kraft. Der Zugang wurde erleichtert, die Auszahlungsbeträge erhöht.“

Service und Beratung vor Ort

Service und Beratung immer zu adaptieren und zu verbessern, heftete sich Goach zu Beginn seiner Amtszeit auf die Fahnen. „Die Arbeiterkammer ist immer am Puls der Zeit. Mit der Unterscheidung zwischen Erst- und Tiefenberatung konnten wir die Wartezeiten verringern. Besonders stolz bin ich, dass wir in allen Bezirken mit modernen und barrierefreien Bezirksstellen vertreten sind.“ Bereits seit 2004 werden Steuerspar-Tage in allen Bezirken angeboten: „Wir sind der Steuerberater aller Kärntner Arbeitnehmer.“ Aktuelle Themen werden bei Infoabenden in allen Bezirken „unters Volk gebracht“: Derzeit laufen die Elternfrühstücke mit Informationen für werdende Eltern und die Infoabende zu Arbeitsrecht im privaten Pflegebereich, ein Thema das dem AK-Präsidenten sehr am Herzen liegt: „In Österreich in Würde alt werden zu können, muss eine Selbstverständlichkeit sein – gute Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte sind Voraussetzung, damit die Beschäftigten ihren schwierigen Job langfristig auf hohem Niveau bewerkstelligen können.“

Gerechtigkeit muss sein

Nicht immer waren die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen positiv für die Arbeitnehmer – Günther Goach hat immer dagegengehalten: 2006 wurde der Insolvenzschutzverband für Arbeitnehmer gegründet. 2009 entzog der damalige Landeshauptmann Dörfler der AK die Vergabe und das Budget für die Arbeitnehmerförderung – dies wurde gerichtlich bekämpft und gewonnen. Seit 2014 ist die AK wieder mit der Beratung, Verwaltung und Auszahlung der Fahrtkostenzuschüsse betraut. Wichtige Weichenstellungen wurden gemeinsam mit den Sozialpartnern getragen, so gab es Sozialpartnergipfel zur Wirtschaftskrise 2008 oder der Arbeitsmarktkrise 2009. „In Krisenzeiten müssen wir Sozialpartner zusammenhalten und auf unser Land schauen“, ist Goach überzeugt, der dies auch als Aufgabe für die Zukunft versteht: „Die Sozialpartnerschaft und die Arbeiterkammer müssen erhalten bleiben. Ich werde nicht zulassen, dass den Arbeitnehmern weggenommen wird, was ihnen zusteht. Die Arbeiterkammer ist die Vollkaskoversicherung für Arbeitnehmer. Schwarz, blau und pink wünschen sich Teilkaskoversicherungen. Das klingt auf den ersten Blick gut. Sie verschweigen aber, dass die Arbeitnehmer hohe Selbstbehalte dafür zahlen müssten und – wie bei Versicherungen – der Versicherungsschutz nicht mehr ganzheitlich gewährleistet wäre.“

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