19.10.2016
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„Haben unsere Pensionen Zukunft?“: Erfolgreiche AK-Enquete mit hochrangigen Experten

Unter dem Titel „Haben unsere Pensionen Zukunft?“, fand  am 18. Oktober eine Enquete der Arbeiterkammer Kärnten statt. Experten referierten vor rund 100 Teilnehmern und gaben Antworten zum Thema Alterssicherung. „Unsere Pensionen sind leistbar, alles andere ist bewusste Verunsicherung der älteren und heranwachsenden Generation!“, betont AK-Präsident Günther Goach.

„Das Thema Pensionen ist aktueller denn je. Zwar haben sich die Koalitionspartner darauf geeinigt, das Pensionssystem in der derzeitigen Form zu bewahren, dennoch werden regelmäßig Eingriffe und Verschlechterungen in unser geltendes System vorgeschlagen, die einfach inakzeptabel sind“, kritisiert Goach. 

Zu aktuellen Forderungen, wie die nach einem Bonus-System für längeres Arbeiten, meint Goach: „Bevor wir solche Vorschläge diskutieren, müssen wir Arbeitsplätze schaffen und sicherstellen, dass man überhaupt bis zum Pensionsantritt arbeiten kann“.  Die AK Kärnten hat es sich zur Aufgabe gemacht, Informations- und Aufklärungsarbeit zu leisten, so Goach weiter und sagt: „Unsere Pensionen sind leistbar. Wir werden unser gut funktionierendes System nicht kampflos aufgeben. Ich lasse es nicht zu, dass Menschen nach ihrem Erwerbsleben um ihr Auslangen fürchten müssen. Wir stellen uns nicht generell gegen Reformen, sie dürfen nur nicht zum Nachteil der Versicherten umgesetzt werden.“

Qualität des Arbeitslebens

Im Rahmen der Enquete wurden Ergebnisse einer aktuellen bundesweiten  Befragung durch die AK zur Qualität des Arbeitslebens von Arbeitnehmern präsentiert: „Die Arbeitsbedingungen sind mitbestimmend dafür, ob Leute länger im Erwerbsleben sind oder nicht“, zitiert Dr. Peter Hoffmann, Sozialrechtsexperte der AK aus der Studie. „Da kommt es vor allem darauf an, wie das Verhältnis zwischen Stressoren und Ressourcen ausgewogen ist. Man sieht, dass Arbeitsgestaltung ein wesentlicher Faktor für das Pensionsverhalten ist“, so der Experte. Daher sei es auch ein großes Anliegen der AK, diese Evaluierung psychischer Belastungen flächendeckend durchzuführen, weil dies positive Effekte für Arbeitnehmer und Unternehmen habe.

Österreich auf gutem Weg

Im internationalen Vergleich mit Deutschland und Schweden sei Österreich immer noch auf einem guten Weg. „Die gesetzliche Pensionsversicherung in Österreich bietet vor allem den heute Jüngeren wesentlich bessere Leistungen an, als in Deutschland und Schweden. Wir müssen jetzt darauf achten, dass das System bei uns nicht zu Tode reformiert wird. Wir haben ein starkes öffentliches System“, erklärte Dr. Josef Wöss, Experte aus der Wiener Arbeiterkammer. 

Massive Anstrengungen am Arbeitsmarkt

„Frauen sind jetzt schon schlechter am Arbeitsmarkt integriert als Männer. Aber auch für Männer wird die Situation inzwischen prekärer. Es braucht massive Anstrengungen am Arbeitsmarkt, um die Leute länger in Beschäftigung zu halten und die Finanzierung des Alterssicherungssystems zu gewährleisten“, betonte wiederum die WIFO-Expertin Mag. Christine Mayrhuber. 


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