3.5.2017
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Arbeiterkammer Kärnten eröffnet Ausstellung „Steuertricks: Wer bietet weniger?“

Die Arbeiterkammer Kärnten zeigt mit der multimedialen Ausstellung „Steuer-Tricks: Wer bietet weniger?“ Methoden, Gefahren und Lösungswege ungerechter Steuervermeidung großer Konzerne auf. Die Ausstellung ist frei zugänglich. AK-Präsident Goach fordert: „Gerade große Konzerne mit hohen Gewinnen müssen gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen.“

Starbucks, Google oder Apple – alle kennen diese Marken, kaufen gerne deren Produkte. Die Kehrseite der Medaille ist aber, dass sich diese und viele andere multinationale Konzerne unsauberer Methoden zur Steuervermeidung bedienen. Zum Leidwesen des österreichischen Sozialsystems, wie AK-Präsident Günther Goach betont: „Unter diesen Praktiken leiden der Staat, dem diese Steuern entgehen, Klein- und Mittelbetriebe, die dadurch einen Wettbewerbsnachteil erfahren und nicht zuletzt die Arbeitnehmer, die diesen Steuerentfall ausgleichen müssen.“  

Die Ausstellung „Steuer-Tricks: Wer bietet weniger?“ zeigt das Ungleichgewicht auf, das durch unfaire Steuertricks großer Unternehmen entsteht. „Einerseits stellen Staaten Unternehmen wertvolle Infrastruktur zur Verfügung, andererseits entziehen sich diese durch Steuerflucht ihrer Verantwortung Steuern zu zahlen, mit denen der Staat diese Maßnahmen und Leistungen finanziert“, erklärt Goach und sagt: „Auch Konzerne müssen ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen, das muss in unser aller Interesse sein!“ 

Auf Kosten des Steuerzahlers

In der EU werden jährlich 1.000 Milliarden Euro an Steuern hinterzogen und über Briefkastenfirmen am Fiskus vorbeigeschleust. Multinationale Konzerne entziehen sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Die AK fordert Gegenmaßnahmen:

  •  Multinationale Firmen müssen fair Steuern zahlen.
  •  Stärkung der personellen Ressourcen in der Finanzverwaltung – Nur wenn Kontrollen gemacht werden, können auch Sanktionen folgen, die sicherstellen, dass geltende Bestimmungen eingehalten werden.
  •  Abschaffung von Briefkastenfirmen.
  •  Verstärkte Zusammenarbeit mit internationalen Steuerverwaltungen – Seit 1. Jänner 2017 besteht die Möglichkeit einer verstärkten Zusammenarbeit internationaler Steuerverwaltungen. Diese müssen intensiv genutzt und ausgebaut werden. Nur ein gemeinsames Vorgehen kann erfolgreich sein.
  •  Erstellung einer schwarzen Liste von Ländern, die nicht kooperieren - Zahlungen in Steueroasen dürfen steuerlich nicht mehr abzugsfähig sein.
  •  Finanztransaktionssteuer jetzt – Rascher Beschluss und Umsetzung, wie es im Richtlinienvorschlag der EU-Kommission steht.
  • Offenlegung der wirtschaftlichen Eigentümer oder Berechtigten in einem internationalen Register – Firmenkonstruktionen, die ihre Eigentümer verschleiern und nur benutzt werden, um Steuern zu hintergehen, müssen transparent gestaltet werden. Eine globale Lösung ist dringend notwendig. Tatsächliche Eigentumsverhältnisse müssen offengelegt werden.

Multimediale Ausstellung „Steuertricks: Wer bietet weniger?“

3. Mai bis 30. Juni 2017, jeweils Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr
ÖGB/AK Bildungsforum, Eingang über Bahnhofstraße 44

Führungen für Gruppen sind auf Anfrage möglich: 050 477-2352 und bildung@akktn.at


Fotos: AK/Helge Bauer

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