30.6.2017
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AK-Goach: „Aktion 20.000“ als „Comeback“ für Arbeitslose 50+

(AK/16) – Kärntens AK-Präsident Günther Goach hat am Freitag den Beschluss des Nationalrates für das Projekt „Aktion 20.000“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales begrüßt: „Diese Arbeitsmarktinitiative ist eine wichtige Unterstützung für Menschen, die meist jahrelang ins Sozialsystem eingezahlt haben und jetzt aus eigener Kraft keinen Job mehr bekommen.“

In Kärnten wird das Projekt ab 1. Juli in der Modellregion Villach, Villach Land und Hermagor, zwei der am stärksten von hoher Arbeitslosigkeit betroffenen Bezirke, gestartet. „300 ältere Langzeitarbeitslose erhalten für bis zu zwei Jahre einen Arbeitsplatz und können so das Comeback am Arbeitsmarkt schaffen“, betonte Goach die Dimension der Maßnahme. Der AK-Präsident ergänzte: „Es ist wichtig, digitale Kompetenzen zu vermitteln. Ausreichend Berufserfahrung haben die Teilnehmer bereits. In dieser Kombination sind sie unverzichtbare Arbeitskräfte“.

Im Mai 2017 stieg die Arbeitslosigkeit im Alterssegment über 50 Jahre um 0,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Gruppe der älteren Arbeitslosen war eines der Sorgenkinder in der Arbeitslosenstatistik, erklärte Goach: „Die ‚Aktion 20.000‘ ist ein wichtiger wirtschaftlicher Impuls und hat einen positiven psychologischen und gesundheitlichen Aspekt“. 

Nein zur Anhebung des Pensionsantrittsalters

Im Zusammenhang mit der „Aktion 20.000“ bekräftigte Goach seinen Standpunkt zum Pensionsantrittsalter: „Wir sehen, dass es schwierig ist, Menschen bis zum Pensionsantritt in der Erwerbstätigkeit zu halten. So lange wir die Voraussetzungen dafür nicht schaffen können, stelle ich mich entschieden gegen eine Anhebung des Antrittsalters.“ Goach forderte auch ein Umdenken der Wirtschaft ein: Das Know-how älterer Arbeitnehmer müsse mehr Wertschätzung erfahren; zudem müssten Maßnahmen gesetzt werden, um Menschen länger im Arbeitsleben zu halten.

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