AK warnt vor Kostenfalle: Online-Portal „Viagogo“ schlägt Buchungs- und Liefergebühr oben drauf

 (AK/66) – AK-Konsumentenschützer schlagen bei Online-Plattform für Tickets und Live-Events wieder Alarm. Anfragen und Beschwerden häufen sich bei den AK-Konsumentenschützern. „Die Online-Ticketbörse zockt die Käufer mit unrechtmäßigen Gebühren ab“, sagte AK-Konsumentenschutzexpertin Daniela Seiß.

Schnell noch Tickets seines Lieblingsinterpreten für das nächste Konzert bei ‚Viagogo‘, einer Online-Ticketplattform, bestellen ist einfach und bequem – doch um welchen Preis? Einen zu hohen und unrechtmäßigen, wie AK-Konsumentenschützerin Daniela Seiß bestätigte: „Die Plattform ist ein Marktplatz für sog. sekundäre Tickets mit einer intransparenten Gesamtpreisgestaltung. Der Gesamtpreis ist nicht von Beginn an ausgewiesen.“ Der Weiterverkauf der Tickets ist zwar nicht verboten, doch es ist nicht erkennbar, woher die Eintrittskarten kommen. Die Ticketplattform ‚Viagogo‘ beschäftigte die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Kärnten bereits in der Vergangenheit: „Zuerst wird ein Ticketpreis angegeben und bei Abschluss des Kaufs werden Buchungs- und Liefergebühren nochmals oben draufgeschlagen“, so Seiß und warnte: Die Gesamtkosten für die Karten werden einfach erhöht. Das ist kein rechtmäßiges Vorgehen!“

Gesamtpreis erst nach Eingabe der Kreditkartendaten

Man sucht nach Eventkarten und stößt unter den ersten zehn Google-Suchtreffern unvermeidlich auf die Homepage von ‚Viagogo‘. Auch die Kärntnerin Manuela K. fiel auf die Online-Plattform rein: „Statt der anfangs ausgewiesenen 300 Euro für zwei Tickets wurden schlussendlich 421 Euro daraus. Mehrwertsteuer, Buchungs- und Liefergebühren kamen nach jedem Buchungsschritt hinzu.“, erklärte Seiß einen aktuellen Fall, der die AK-Konsumentenschützerin beschäftigt. Ein zusätzliches Druckmittel der Plattform um den Verkauf schneller abzuschließen ist ein Online-Countdown mit dem Hinweis ‚Nur noch wenige Tickets vorhanden‘.

„Wir haben erfolglos versucht, ‚Viagogo‘ mit Sitz in der Schweiz zu kontaktieren“, sagte die Konsumentenschützerin und rät: „Finger weg von solchen dubiosen Plattformen. Wenn man Tickets für eine bestimmte Band oder einen Interpreten sucht, dann immer zuerst auf der Homepage der Künstler nachsehen – hier wird meist der offizielle Link zum Ticketverkauf angezeigt“.

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