16.2.2018

AK-Goach: Voller Rückhalt für rund 10.000 Kärntner Bedienstete in der Sozialwirtschaft

(AK/12) – Einmal mehr hat die Arbeitgeberseite Kollektivvertragsverhandlungen abgebrochen, dieses Mal am 13. Februar in der Sparte Sozialwirtschaft Österreich. Warnstreiks sollen den Ernst der Lage verdeutlichen und sie zurück an den grünen Tisch bringen. Kärntens AK-Präsident Günther Goach: „In der Pflege, den Kinderbetreuungseinrichtungen, den psychosozialen und mobilen Diensten und im gesamten Sozialbereich werden wir immer mehr Personal brauchen. Es ist unsere Pflicht dafür zu sorgen, dass die Menschen würdige Arbeitsbedingungen, faire Löhne und gesundheitlich vertretbare Arbeitszeiten vorfinden.“

Anlässlich der Warnstreiks in Kärnten, an denen sich 16 Einrichtungen beteiligen, sicherte Goach den Betroffenen am Freitag vollen Rückhalt und Unterstützung zu: „Der demographische Wandel zeigt eindeutig, dass wir in Zukunft mehr Menschen im sozialen Bereich brauchen werden. Wir brauchen würdige Arbeitsbedingungen, faire Löhne und gesundheitlich vertretbare Arbeitszeiten. Einerseits, damit Menschen lange in diesem Bereich arbeiten können und andererseits, damit die sozialen Berufe attraktiv genug sind, um dringend notwendiges Personal zu bekommen.“

Wirtschaftlicher Aufschwung muss bei allen ankommen

Besonders verärgert zeigte sich Goach von der Arbeitgeberseite, die eine doppelbödige Strategie verfolge: „Einerseits regt sich die Wirtschaft über einen Facharbeitermangel auf – auf der anderen Seite wollen sie den Dienstnehmerinnen und Dienstnehmern nicht einmal grundlegend entgegenkommen.“ Goach bekräftigte erneut: „Der wirtschaftliche Aufschwung muss bei allen Berufsgruppen ankommen – gerade auch bei jenen, die wir so dringend brauchen.“ Neben den Forderungen nach besserer Entlohnung und besseren Arbeitsbedingungen wiederholte der AK-Präsident einmal mehr: „Das Image von sozialen Berufen muss dringend aufgewertet werden. Die Dienstgeberseite trägt dazu einen maßgeblichen Teil bei, mit dem Abbruch der KV-Verhandlungen leider einen negativen. Ich hoffe, die Dienstgeberseite kommt bald zur Vernunft und nimmt mit akzeptablen Vorschlägen die Gespräche wieder auf – zum Wohle der Arbeitnehmer und der zu Pflegenden.“

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