AK-Präsident Goach verärgert über Antrag zu degressivem Arbeitslosengeld: „Nicht mit uns“

(AK/20) – Arbeitslosengeld im EU-Vergleich bereits sehr niedrig. Antrag im Kärntner Landtag zu degressivem Arbeitsmodell verschärft die Situation für Arbeitslose: „Wenn Menschen Angst haben müssen, noch weniger als 55 Prozent ihres vorherigen Netto-Einkommens zu bekommen, dann werden sie ihr Geld auch nicht ausgeben“, sagte AK-Präsident Günther Goach. Der richtige Weg liegt in einer anderen Richtung: Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent.

Mit dem Verlust des Arbeitsplatzes geht auch der Ausfall von knapp der Hälfte des Einkommens vieler Menschen einher. Corona verschärfte die Situation und Arbeitnehmer mussten bereits den Gürtel enger schnallen. Mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit erhöht sich auch das Risiko armuts- und damit ausgrenzungsgefährdet zu werden. Nun wurde von der ÖVP ein Antrag im Kärntner Landtag für ein degressives Arbeitslosengeld eingebracht. „Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden bereits dafür bestraft, dass sie ihren Job verloren haben und nun soll mit der Dauer der Arbeitslosigkeit auch noch die Höhe des Arbeitslosengeldes gesenkt werden“, sagte AK-Präsident Günther Goach verärgert und betonte: „Nicht mit uns! Das Arbeitslosengeld ist eine Versicherungsleistung der Arbeitnehmer und muss dauerhaft auf 70 Prozent erhöht werden“. Am Problem der Arbeitslosigkeit würde das degressive Modell nichts ändern, das zeigt das Beispiel Kärnten: Auf eine offene Arbeitsstelle kommen über vier Arbeitslose, daher spricht sich Goach für ein dauerhaft erhöhtes Arbeitslosengeld aus, da es die Kaufkraft stärkt, die Wirtschaft ankurbelt und so Arbeitsplätze schafft. 

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