16.11.2017
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AK Kärnten: Prekäre Tendenzen der Arbeits- und Lebensbedingungen in der Erwachsenenbildung

(AK/40) –  Studie der Alpen-Adria-Universität (AAU) zu atypischen Beschäftigungsformen in der Erwachsenenbildung zeigt:  Atypisch Beschäftigte haben eine geringere Arbeitsplatzsicherheit, weniger Mitspracherechte und geringere berufliche Aufstiegsmöglichkeiten, dennoch herrscht eine grundlegende Zufriedenheit. AK-Präsident Günther Goach: „Atypisch Beschäftigte der Branche brauchen sozial- und kollektivvertragliche Verbesserungen.“

Im Konferenzsaal der Arbeiterkammer Kärnten wurde gestern die empirische Studie „Auswirkungen atypischer Beschäftigungsformen auf die Arbeits- und Lebensbedingungen in der (beruflichen Erwachsenenbildung in Kärnten“ der AAU-Professoren Robert Klinglmair und Florian Kandutsch mit überraschenden Ergebnissen präsentiert. 

Ergebnisse im Detail

65,4 Prozent der atypisch Beschäftigten in der Erwachsenenbildung bangen um ihren Arbeitsplatz. Hingegen machen sich nur 24,3 Prozent der Vollzeitbeschäftigten Sorgen um ihre Festanstellung. Auch bei den Aufstiegschancen sehen sich atypisch Beschäftigte im Nachteil: 65,5 Prozent - vor allem freie Dienstnehmer oder neue Selbstständige – glauben, dass ihre Aufstiegsmöglichkeiten begrenzt sind. Hinzu kommen noch eine höhere Arbeitsbelastung und weniger Mitspracherechte. 

Dem Weiterbildungssektor wird von atypisch Beschäftigten ein gutes Zeugnis ausgestellt. 58,6 Prozent der Teilnehmer werden Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. Die Kosten der Weiterbildung werden bei 17,6 Prozent zur Gänze und bei 64,7 Prozent teilweise übernommen.

Work-Life-Balance ausgeglichen

Die Zufriedenheit bei der „Work-Life-Balance“ ist bei atypisch Beschäftigten um 2 Prozent höher als bei Vollzeitkräften. Dennoch bringt die Studie hervor, dass immer wieder das Thema der fehlenden sozialen Absicherung genannt wird. Gerade unter nebenberuflichen Trainern fällt diese alarmierend niedrig aus. „Die gemeinnützige Erwachsenenbildung muss deutlich besser dotiert werden, um Referentinnen und Referenten sozial und arbeitsrechtlich besser absichern zu können“, sagte der stellvertretende AK-Direktor, Gerwin Müller.

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