LR Fellner und AK-Goach zu Naturkatastrophen in Kärnten: Ehrenamt arbeitsrechtlich absichern

(AK/68) – Situation in Kärnten zeigt einmal mehr: Professioneller Katastrophenschutz ohne ehrenamtliche Helfer ist nicht möglich. AK-Präsident Goach und Katastrophenschutzreferent Fellner fordern: Ehrenamt muss endlich arbeitsrechtlich abgesichert werden.

Nach den vergangenen Tagen und Wochen, in denen Kärntens Einsatzkräfte, haupt- wie ehrenamtlich, im Dauereinsatz waren, stellt sich unter anderem auch die Frage, wie Menschen in diesem Fall rechtlich abgesichert sind – auch arbeitsrechtlich. Katastrophenschutzreferent Landesrat Daniel Fellner und AK-Präsident Günther Goach halten fest: „Ohne Ehrenamtliche, die ihre Freiwilligenarbeit neben Beruf und Familie leisten, sind Rettungseinsätze dieses Ausmaßes nicht zu bewerkstelligen.“ Alleine im Rahmen der aktuellen Unwetterkatastrophe in Kärnten waren beispielsweise mehr als 5.000 Feuerwehrfrauen und –männer im Einsatz.

AK-Präsident Goach stellt klar: „Wir brauchen bundeseinheitliche Reglungen, die alle in einem Beschäftigungsverhältnis stehenden ehrenamtlichen Helfer arbeitsrechtlich absichern.“ Er fordert von der Bundesregierung: „Der Gesetzgeber muss gesetzliche Regelungen für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in Krisensituationen schaffen, in deren Rahmen ein Sonderurlaub von bis zu fünf Tagen unter Fortzahlung des Entgelts gewährt wird.“

„Im Kärntner Landesdienst können unsere Feuerwehrmänner und –frauen bereits jetzt schon per Erlass, ohne Urlaub nehmen zu müssen, Einsätze versehen beziehungsweise Fortbildungen besuchen“, verweist Landesrat Fellner auf bereits bestehende vorbildliche Lösungen.

Auch im Kärntner Gemeindedienstrecht soll auf Fellners Initiative hin in Zukunft verankert werden, dass sämtliche ehrenamtlich tätige Personen, der im Kärntner Rettungsdienst-Förderungsgesetz angeführten Organisationen (unter anderem Rotes Kreuz, Samariterbund, Johanniter Unfallhilfe, Wasserrettung, Bergrettung) für ihre Einsätze während der Dienstzeit, sowie für fünf Tage im Jahr für spezifische Ausbildungen Sonderurlaub erhalten.

Abschließend halten Fellner und Goach fest: „Wir müssen – persönlich wie auch als öffentliche Institutionen – froh über jeden individuellen Einsatz von Hilfskräften sein. Daher müssen Helfer und Arbeitgeber, die Ehrenamtliche fördern, die notwendige Anerkennung und Unterstützung erhalten.“

Rückfragehinweis:

Büro Landesrat Fellner – Mag.a Eva Fischer: 0664 88 536 22407

Büro Präsident Goach - Mag.a Verena Tischler: 0664 88 540 459

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