19.6.2018
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AK-Goach: Brutaler Angriff auf junge Familien, Gesundheit und Ehrenamt

(AK/29) - Kein entsprechendes Kinderbetreuungsangebot vorhanden – Ärzte warnen vor negativen Folgen – Ehrenamt im Dienst der Gesellschaft wird massiv behindert 

Der von der türkis-blauen Regierung initiierte und von der Industriellenvereinigung und der Wirtschaftskammer hochgejubelte 12-Stunden-Tag birgt viele Gefahren. „In Wahrheit ist das ein brutaler Angriff auf junge Familien, die Gesundheit und das Ehrenamt“, betonte Kärntens AK-Präsident Günther Goach.  

„Das Argument, dass mit der sogenannten Arbeitszeitflexibilisierung Familie und Beruf besser vereinbar sind, ist vollkommen falsch“, erklärte Goach. In der Realität ist es schon jetzt schwer, ein entsprechendes Kinderbetreuungsangebot zu finden. „Wie soll das erst einer Mutter gelingen, die einen 12-Stunden-Arbeitstag zu bewältigen hat?“, fragte Goach. Familienfreundlich ist die geplante Regelung jedenfalls nicht.   

Der 12-Stunden-Tag bringt aber auch Nachteile für die Gesundheit mit sich. „Studien belegen, bei solchen Arbeitszeiten steigt die Ermüdung stark“, sagte der AK-Präsident. In der Folge werde es deutlich schwerer, sich zu regenerieren. „Statt Freunde zu treffen
oder Zeit mit der Familie zu verbringen geht die Freizeit fürs Ausrasten drauf“, erklärte Goach. Vor den Folgen warnen übrigens auch Ärzte: Mögliche negative Folgen reichen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen über Schlaganfälle bis zu Diabetes.  

Zudem droht durch den 12-Stunden-Tag, das in Kärnten so hoch geschätzte Ehrenamt unter die Räder zu kommen. Weil der Leiter des Kärntner Chores in den nächsten Wochen Arbeitsspitzen zu erledigen hat, ist es leider nicht möglich, dass das traditionelle Jahreskonzert stattfindet. Und das Fußballtraining der Kinder muss auch immer öfter ausfallen, da der Schüler-Trainer um 18.00 Uhr nicht am Platz stehen kann, sondern am Fließband arbeiten muss.  

„Die von der Bundesregierung vorgestellte Arbeitszeitflexibilisierung ist dem Diktat der Industrie geschuldet, an die Menschen hat niemand gedacht“, erklärte Goach abschließend.

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