30.11.2017
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AK-Konjunkturumfrage: Wirtschaftliche Entwicklung erreicht Höchstwerte

Die Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung Kärntens laut aktueller AK-Kärnten Umfrage zeigt einen positiven Ausblick in die Zukunft: Die Zahl jener, die eine Steigerung der Auftragslage erwarten ist um 30,4 höher, als jene die eine Verschlechterung sehen. „Trotz der positiven Wirtschaftslage darf nicht die Tatsache außer Acht gelassen werden, dass in Kärnten noch immer ein großer Mangel an Facharbeitern herrscht“, sagte AK-Präsident Günther Goach. 

Das Stimmungsbild der Kärntner Betriebsräte hat sich erfreulicherweise gegenüber dem Vorjahr nochmals entscheidend verbessert. Die Einschätzung zur Konjunkturentwicklung der 240 Betriebsräte, die rund 54.000 Arbeitnehmer vertreten, ergibt, dass 40 Prozent der befragten Betriebsräte mit einer Verbesserung der Auftragslage rechnen, 2016 waren es 19,7 Prozent. Der Anteil jener Betriebsräte, die mit einer Verschlechterung der Auftragslage rechnen, liegt bei 9,6 Prozent, 2016 waren es 13,0 Prozent. Mehrheitlich erwarten 50,4 Prozent (2016: 67,2 Prozent) eine gleichbleibende Auftragslage.

„Diese Entwicklung ist unter anderem auf das kräftige Wirtschaftswachstum Österreichs zurückzuführen, welches 2017 drei statt wie prognostiziert 1,7 Prozent betragen wird“, sagte AK-Wirtschaftsexperte Hans Pucker und führt weiter aus: „Hinzu kommt der private Konsum, der in Folge der Steuerreform kaum ein Anzeichen der Abschwächung erfährt“. Am besten sind die Einschätzungen der Betriebsräte bei den Branchen Verkehr und Lagerei sowie Herstellung von Sachgütern.

Mehr Neueinstellungen – Facharbeitermangel bleibt bestehen

Die erwartete verbesserte Auftragslage deckt sich auch mit der positiven Einschätzung der Betriebsräte zu den Beschäftigungsaussichten für das kommende Jahr: 51,3 Prozent rechnen mit Neueinstellungen in den nächsten zwölf Monaten. Nur 17,1 Prozent erwarten einen Personalabbau, das sind 2,2 Prozent weniger als 2016. 

Wegen der verbesserten Wirtschaftsentwicklung steigt auch die Nachfrage nach Facharbeitern weiter. 38,8 Prozent der Betriebsräte melden einen ungedeckten Bedarf an Fachkräften. Die angebotenen wie nachgefragten Qualifikationen am Arbeitsmarkt sind nicht im Gleichgewicht. „Dem Spitzenwert beim Facharbeitermangel kann nur mit Schwerpunkten in der Bildung entgegengesteuert werden“, sagte AK-Präsident Günther Goach und erklärte: „Bildung darf keine elitäre Geschichte sein. Unser Know-how in Forschung und Entwicklung muss erhalten bleiben, um unsere Wirtschaftsstandorte in Kärnten weiterhin zu stärken“. Der größte Mangel an Facharbeitern wird in den Branchen Bau (64 Prozent), Kunst, Unterhaltung und Erholung (60 Prozent) und der Produktion von Sachgütern (49 Prozent) erwartet. 

Leichter Rückgang bei geplanten Investitionen

In den nächsten Monaten rechnen 71,2 Prozent der Betriebsräte mit weiteren Investitionen – im Vorjahr waren es noch 71,8 Prozent. Bei den Investitionsbereichen geben 47 Prozent (2016: 46 Prozent) der Betriebsräte „bauliche Investitionen“ an, gefolgt von „maschinellen Investitionen“ mit 36,6 Prozent (2016: 38,8 Prozent) und Umweltschutzinvestitionen mit 16,4 Prozent.

Goach: „Weiter für erfolgreiche Zukunft arbeiten!“

Vorrangige Ziele: Facharbeiter ausbilden und die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Kärnten sichern.

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