19.10.2015
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AK Muhm gegen Dauerförderung von Biomasseanlagen

„Die derzeitige Ökostromförderung verhindert Effizienz und Innovation. Das zeigt sich an den aktuellen Forderungen der Biomasse-Stromerzeuger“, kritisiert AK Direktor Werner Muhm. „Nicht jeder Rohstoff ist für die Stromgewinnung auch wirklich sinnvoll eingesetzt. Es ist unverständlich, warum die KonsumentInnen trotzdem für alle  zahlen müssen.“ 

Die Rohstoffe Holz oder Mais werden aufgrund der zusätzlichen Nachfrage – getrieben vor allem auch durch die Verstromung von Biomasse - immer  teurer. Die Biomasse-Stromerzeuger wollen deswegen noch höhere Förderungen für die Erzeugung von Strom haben. Dabei wäre z. B. Holz zur Wärmerzeugung viel effizienter eingesetzt, als zur Stromerzeugung. Eine  Verstromung von Nahrungs- und Futtermitteln wie Mais, lehnt die AK grundsätzlich ab.  

Fakten

Fast 50 Prozent der Ökostromvergütungen von beinahe 750 Millionen Euro erhalten die Biomasse- und Biogas-Erzeuger für die Erzeugung von Ökostrom.

Während der verkaufte Strom am Markt zurzeit rund 34 Euro pro Megawattstunde wert ist,   erhalten die Biogas-Erzeuger im Durchschnitt fast 180 Euro pro Megawattstunde, Biomasse-Erzeuger fast 140  Euro (Quelle: Ökostrombericht 2014)   

Forderung

Die AK fordert: 13 respektive 15 Jahre lang fixe Abnahmepreise für den erzeugten Strom sind genug. Die Haushalte zahlen derzeit schon über 100 Euro pro Jahr alleine für die Ökostromförderung. Mehr geht nicht! Die AK spricht sich vehement gegen die Dauer-Subventionierung unwirtschaftlicher Biomasse und Biogasanlagen aus. Es braucht endlich Mut für eine Reform der Ökostromförderung statt einem Fleckerlteppich. Die AK fordert den Wirtschaftsminister auf, der für die Verordnungen über die Höhe der Einspeisetarife verantwortlich ist, nicht wieder dem Druck einzelner Interessensgruppen – allen voran der Landwirte – nachzugeben.

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