28.5.2013
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AK Kärnten fordert Strukturwandel und "Aufholmilliarde" vom Bund

"Die schlechte Einkommenssituation ist ein Spiegelbild der schlechten Wirtschaftsstruktur", erklärt AK-Präsident Günther Goach. In Kärnten vollzieht sich der Strukturwandel in Richtung hochwertiger Produktion und Dienstleistungen viel langsamer als in anderen Bundesländern. Hier müssen viele Versäumnisse
wettgemacht werden. 


Nur wenn es gelingt, den Wirtschaftsstandort zu stärken und neue Wachstumsfelder zu erschließen, können auch Einkommen steigen und Arbeitsplätze geschaffen und gesichert werden. "Ich lade alle zur Mitarbeit an diesem Projekt Strukturwandel ein, die jetzt positive Impulse für die Zukunft Kärntens beisteuern wollen: Politiker,
Sozialpartner, Experten und Unternehmer", erklärt AK-Präsident Günther Goach anlässlich der Präsentation einer aktuellen Einkommensstudie und der daraus abzulesenden Misere am Wirtschaftsstandort und Arbeitsmarkt Kärnten.


Ziel müsse es unter anderem sein, alle positiven Kräfte und Ideen zu bündeln, um mit neuen Konzepten in Kärnten gemeinsam etwas weiter zu bringen, so Goach. Die Bundesregierung fordert er auf, die Mittel für den Strukturwandel in Form einer "Aufholmilliarde" für Kärnten zu unterstützen.


Um 4,1 Prozent lagen die Löhne der Arbeiter und Angestellten in Kärnten im Jahr 2011 unter dem Durchschnitt der Kollegen in den anderen Bundesländern. Bedingt durch die hohe Inflation von 3,3 Prozent blieb unterm Strich eine Realeinkommenseinbuße von 1,2 Prozent übrig.


Gravierend sind erneut die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern ausgefallen - für gleichwertige Arbeit konnten Frauen auf ihrem Gehaltskonto 1.688 Euro verbuchen, Männer hingegen 2.552 Euro. Ebenfalls deutlich zu niedrig sind die Einstiegsgehälter für junge Arbeitnehmer (bis 19 Jahre) im Jahr 2011 bemessen gewesen. Sie verdienten um neun Prozent weniger als Berufseinsteiger in den
anderen Bundesländern.

Die höchsten Einkommen waren in Kärnten 2011 bei den Energieversorgern (4.363 Euro/ Monat) und die niedrigsten im Bereich Erziehung und Unterricht (1.470 Euro/Monat) zu verzeichnen. Wolfsberg hält seit 2005 die Spitzenposition im Bezirksranking mit einem Medianeinkommen von 2.252 Euro monatlich.


Die Ursachen für die Einkommensnachteile mit denen die Kärntner zu kämpfen haben, liegen laut AK-Präsident Günther Goach, auf der Hand: "Der hohe Anteil an Tourismus- und Bauwirtschaft schlägt sich ebenso zu Buche wie die Abwanderung junger, qualifizierter Arbeitskräfte."

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