20.4.2022

AK-Präsident Günther Goach: „Erhöhung der STW-Wassergebühr aussetzen!“

AK/18 – Mit 1. Mai erhöhen die Stadtwerke Klagenfurt die Wassergebühr um ca. 20 Prozent. „Strom, Gas, Sprit, Lebensmittel: In Zeiten wie diesen können die Menschen nicht noch weitere Erhöhungen verkraften!“, kritisiert AK-Präsident Günther Goach und fordert: „Die Stadt Klagenfurt muss einlenken und die Gebührenerhöhung – zumindest temporär – aussetzen!“

Die Menschen stöhnen unter der höchsten Inflation seit Jahrzehnten; besonders unter den Preisanstiegen bei Energie und Lebensmitteln. Just in dieser Situation kündigen die Stadtwerke Klagenfurt eine massive Preiserhöhung beim Trinkwasser an und rechtfertigen diese mit Kostensteigerungen bei baulichen Investitionen und mit stark gestiegenen Energiepreisen.

Bei der Gestaltung der Trinkwasserpreise sollten jedoch nicht alleine die Produktionskosten ausschlaggebend sein. „Den Wasserversorger kann man sich nicht aussuchen, weil es sich um ein leitungsgebundenes Monopol handelt. Daher ist bei der Preisbemessung auch auf die Leistbarkeit Rücksicht zu nehmen“, betont Goach und rechnet vor: „Durch die Erhöhungen auf die Komponenten Wassermenge, Bereitstellung und Messung kommt es im Mittel zu einem Preisanstieg von ca. 20 Prozent. Insbesondere einkommensschwache und kinderreiche Familien werden dadurch stark belastet!“ Die Arbeiterkammer fordert daher, die angekündigte Preiserhöhung beim Trinkwasser in Klagenfurt nicht vorzunehmen.

„Auch für Müllabfuhr, Abwasser und Entsorgung sollte derzeit eine gewisse Zurückhaltung bei der Preisgestaltung geboten sein“, mahnt Goach und fordert: „Temporär sollten Preissteigerungen bei gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Kommunen ausgesetzt werden!“ 

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