7.11.2017
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Dein Recht auf eine geregelte Arbeitszeit

Die Arbeitszeit soll noch flexibler werden, fordern Teile der Wirtschaft. Dabei gibt es schon unzählige Möglichkeiten, Arbeitszeit an die Bedürfnisse des Unternehmens anzupassen. Beschäftigte sind oft bereit, Mehrleistungen auf sich zu nehmen – und zwar in allen gängigen Arbeitszeitmodellen. Schon jetzt heißt das für viele: Arbeiten am Limit.  Das scheint nicht genug zu sein. Was steckt in Wahrheit hinter dem Wunsch, Arbeitszeit anders zu regeln?  Mehr Arbeit für weniger Geld.

Wir kennen ja die Forderungen seitens der Wirtschaft nur zu gut ...

  • Länger Arbeiten auf Abruf, auch ganz kurzfristig, und das …  
  • 12 Stunden pro Tag …
  • 60 Stunden die Woche …  

Dafür gibt es …

  • Keine Zuschläge für Mehr- oder Überstunden
  • Mehr- oder Überstunden werden wie Gleitzeit gerechnet oder 1:1 abgegolten
  • Die angesparte Zeit kann man sich irgendwann nehmen, wenn es dem Unternehmen passt. Aber nicht dann, wenn man sich erschöpft fühlt oder einmal mehr Zeit bräuchte für die Familie, Fortbildung oder private Projekte. 

Was hätte das für Konsequenzen?

  • Massive Lohneinbußen für Menschen, die oft Überstunden machen müssen.

  •  Und deshalb eine kleinere Pension.

  • Es wird noch schwerer, dem Arbeitsdruck standzuhalten. Die Gesundheit bleibt irgendwann auf der Strecke, die Chancen, bis zur Pension arbeiten zu können, schwinden. Zahlreiche Studien belegen, dass 12-Stunden-Arbeitstage der Gesundheit auf Dauer schaden. Mehr ... 
     
  • Die Gefahr von Unfällen nimmt zu. Sie steigt ab der 8. Arbeitsstunde. Übermüdete ArbeitnehmerInnen sind ein Risiko für sich und andere. Wer nach 12 Stunden nach Hause fährt, hat wegen Müdigkeit ein doppelt so hohes Unfallrisiko wie nach 8 Stunden. Mehr ...

  •  Keine planbaren längeren Freizeitblöcke zur Erholung, wie sie z.B. Pflegekräfte haben. 

  • Große Probleme, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Vor allem Mütter mit kleineren Kindern und Alleinerzieherinnen haben es damit noch schwerer, eine Vollzeitstelle anzunehmen oder nach der Karenz überhaupt wieder Arbeit zu finden. 
     
  • Auch Pendlerinnen und Pendler hätten massive Probleme – zum einen, weil die Öffi-Verbindungen zu Randzeiten schlechter werden, zum anderen, weil die Arbeitstage überlang wären.  

  • Für Fortbildung bleibt keine Zeit mehr bzw. fehlt die Planbarkeit. Ein großer Nachteil, wenn man beruflich am Ball bleiben will.  

  •  Auch ehrenamtliches Engagement bleibt auf der Strecke, private Beziehungen müssen auf Sparflamme kochen. Der soziale Kitt der Gesellschaft bröckelt.

  • Nein sagen wird bei völlig ungeregelten Arbeitszeiten praktisch unmöglich.   

Wir wissen, was unsere Mitglieder wollen …

… und das sind ganz bestimmt keine generellen 12-Stunden-Tage. Das zeigt auch eine Umfrage, bei der heuer 16.000 Menschen mitgemacht haben. Mehr ...

Wir fordern gemeinsam mit den Gewerkschaften

  • gesunde Vollzeitarbeit statt ungesunde Überstunden-Marathons ohne Zuschläge.
  • Volle Bezahlung von Mehr- und Überstunden mit Zuschlägen
  • Mitbestimmung bei der Arbeitszeitgestaltung  
  • Zeit für berufliche Weiterbildung, um vor lauter Arbeit nicht den Anschluss an aktuelle Entwicklungen zu verlieren 


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