Registrierung der Gesundheitsberufe geht in die finale Phase 

Seit 1. Juli 2018 werden die Beschäftigten in den Gesundheitsberufen mit ihren Qualifikationen in einem neuen Register erfasst und erhalten einen Berufsausweis. „Der Berufsausweis macht die Qualifikation von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sichtbar, erleichtert den Arbeitgeberwechsel und sorgt für mehr Patientensicherheit“, sagten AK-Präsident Günther Goach und Uschi Heitzer, Vizepräsidentin der Bundesarbeitskammer. In Kärnten haben inzwischen rund drei Viertel der Berufsangehörigen der Gesundheitsberufe ihren Antrag auf Registrierung eingebracht. Bis Ende Juni 2019 soll die Bestandsregistrierung abgeschlossen sein.

„Alle, die am 1. Juli 2018 gearbeitet haben, müssen sich bis Ende Juni 2019 registrieren lassen. Sonst erlischt die Berufsberechtigung“, appellierte Monika Hundsbichler von der Registrierung der Gesundheitsberufe bei der AK. Etwa 3.000 der rund 11.000 betroffenen Personen müssen noch erfasst werden. „Wichtig ist meinem Team und mir der persönliche Kontakt. Den überwiegenden Teil der Betroffenen beraten wir auch persönlich“, sagte Hundsbichler. Größere Betriebe werden von ihrem Team auch direkt angefahren, 89 Standorte wurden seit Juli 2018 besucht. „Institutionen mit mehr als zehn Berufsangehörigen können sich auch jetzt noch gerne zwecks einer Terminvereinbarung für die Registrierung in ihrem Betrieb melden“, erklärte Hundsbichler.    

Ohne Registrierung, keine Berufsberechtigung!

Alle, die seit dem 2. Juli 2018 in den Beruf einsteigen, müssen sich vor Aufnahme ihrer Tätigkeit ins Gesundheitsberuferegister eintragen lassen. Die Erfassung im Register ist die Voraussetzung für die Ausübung des Berufes. Der neue Berufsausweis macht diese Berechtigung sichtbar. Die Berufsverbände, der ÖGB und die Arbeiterkammer haben sich über viele Jahre für ein Register für Gesundheitsberufe eingesetzt, wie es bereits in 14 anderen Ländern der EU existiert. Gesundheits- und Pflegeberufe werden in sehr sensiblen Bereichen ausgeübt, deshalb bedürfen diese Berufe besonders hoher Qualitätsstandards. Die Registrierung dient also der Qualitätssicherung.

2016 wurde vom Nationalrat das Gesundheitsberuferegister-Gesetz beschlossen. Seit 1. Juli 2018 ist das neue Gesundheitsberuferegister in Kraft. Alle Beschäftigten – in Kärnten rund 11.000 – die bereits an diesem Tag in einem der betroffenen Gesundheits- und Pflegeberufe tätig waren, müssen sich bis spätestens 30. Juni 2019 registrieren lassen.

Der Gesetzgeber bestimmte für die Durchführung der Registrierung die Bundesarbeitskammer als zuständige Behörde für die AK-Mitglieder. In den Bundesländern erfüllen die jeweiligen Länderarbeiterkammern diese Aufgabe. Berufsangehörige, die nicht AK-Mitglieder sind, werden von der Gesundheit Österreich GmbH registriert.

„Sowohl die Registrierung als auch die Ausstellung des Berufsausweises ist für AK-Mitglieder kostenlos. Das konnte die Arbeiterkammer nach langen Verhandlungen mit dem Finanzministerium erreichen“, sagte AK-Präsident Goach.

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