2.11.2018

AK-Goach: „Arbeitsmarktmotor brummt, aber es  braucht mehr Mittel für Qualifizierungsmaßnahmen“

Die Arbeitsmarktdaten zeigen eine weitere positive Entwicklung. „Das sind erfreuliche Nachrichten für Kärnten. Dennoch sehe ich großen Handlungsbedarf bei älteren Arbeitslosen. Für Betroffene müssen dem AMS mehr finanzielle Mittel für Qualifizierungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden“, fordert Kärntens AK-Präsident Günther Goach.

Aus den aktuellen Arbeitsmarktdaten geht hervor, dass in Kärnten wieder mehr Menschen in Beschäftigung kommen. „Das allein reicht aber noch nicht. Problemgruppe bleiben die älteren Arbeitslosen. Die Regierung muss dem AMS, anstatt Mittel zu kürzen, mehr zur Verfügung stellen, um Ältere wieder mittels Qualifizierungsmaßnahmen am Arbeitsmarkt zu integrieren.“ 

Der AK-Präsident erneuert außerdem die Kritik an der Bundesregierung, die die Aktion 20.000 eingestellt hat: „Die Abschaffung dieser wichtigen Integrationsmaßnahme stellt einen herben Rückschlag für die Langzeitbeschäftigungslosen in Kärnten dar und ist schlichtweg verantwortungslos von der Bundesregierung.“

Ausbildungsbeihilfe wieder gekürzt

Außerdem ortet Goach einen Affront gegenüber Lehrlingen. Erst vor einem Jahr wurde die dringend benötigte Ausbildungsbeihilfe für Lehrlinge auf 753 Euro angehoben. Für Lehrlinge über 18 Jahre, die ab September neu eingetreten sind, wird die Beihilfe jetzt wieder auf 325,80 Euro gekürzt. Somit erhalten Lehrlinge in der überbetrieblichen Ausbildung (ÜBA) in Zukunft weniger Geld. „Gerade in diesem Alter sind viele Jugendliche auf sich alleine gestellt oder ihre Familien können es sich nicht leisten, dass ihr Kind so lange in einer Ausbildung und damit de facto ohne Einkommen ist. Kürzungen in der überbetrieblichen Ausbildung lösen weder den Fachkräftemangel noch wird dadurch ein Lehrplatz mehr geschaffen“, so der AK-Präsident abschließend.

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