8.3.2016
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Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt nicht erreicht!

Die aktuelle Arbeitsmarktanalyse hat die Situation von Frauen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt genauer unter die Lupe genommen. Positiv ist für AK Arbeitsmarkt-Expertin Ilse Leidl-Krapfenbauer, dass in Österreich immer mehr Frauen erwerbstätig sind (die Erwerbsquote ist in den letzten 20 Jahren von 58 auf 67 Prozent gestiegen).

Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit

„Trotzdem sind Frauen auf dem Arbeitsmarkt schlechter gestellt: Sie arbeiten häufiger in Teilzeit und tragen oft die Hauptlast bei Betreuungspflichten“, sagt Leidl-Krapfenbauer und verweist darauf, dass die Teilzeitquote bei Frauen derzeit bei 47 Prozent liegt, bei Männern dagegen bei nicht einmal zehn Prozent: „Das macht die Vereinbarkeit von Beruf und Familie überwiegend zur Frauensache.“  

Einkommensschere zwischen Frauen und Männern

Handlungsbedarf besteht vor allem beim Einkommen von Frauen im Vergleich zu den Männern: Der Gender Pay Gap beträgt (laut einer Synthesis Studie aus dem Jahr 2015) beim Berufseinstieg rund 12 Prozent, nach 15 Jahren liegt dieser bereits bei 43 Prozent. Das hängt neben der Arbeitszeit und den betreuungsbedingten Unterbrechungen auch mit den gewählten Berufsfeldern von Frauen zusammen. 

Weitere Punkte der Analyse:  

Der österreichische Arbeitsmarkt hat zwei grundlegende Probleme: erstens das nach wie vor niedrige Wirtschaftswachstum und zweitens das stark steigende Arbeitskräfteangebot. Die Beschäftigung ist im Vergleich zum Vorjahr um +1,1 Prozent gewachsen, die Arbeitslosigkeit (inkl. SchulungsteilnehmerInnen) allerdings um +6 Prozent. Wobei sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit von +8,3 auf +6 Prozent leicht abgeschwächt hat.  

EU: Die Jugendarbeitslosigkeit bleibt in Europa auf einem sehr hohen Niveau. Es zeichnet sich zwar ein leichter Rückgang ab, aber der EU-Schnitt liegt bei 20 Prozent. Das bedeutet, dass jeder fünfte junge Mensch (bis 25 Jahre), der eine Beschäftigung sucht, keine findet. Besonders besorgniserregend ist die Situation immer noch in Griechenland und Spanien, hier liegt die Arbeitslosenquote bei fast 50 Prozent.

TIPP

Die Analyse und die Forderungen der AK zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit finden Sie hier.


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