21.4.2017
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AK Online-Umfrage: 12-Stunden-Arbeitstage, wie wäre das?

Ein sensationeller Erfolg: Mehr als 16.000 Menschen haben an einer AK Online-Umfrage zum Thema Arbeitszeiten teilgenommen. Sie wird gerade im Detail ausgewertet.

Die ersten Ergebnisse im Überblick

83 Prozent glauben, sie wären von einem 12-Stunden-Tag betroffen.

90 Prozent sagen, es wäre für sie „sehr oder eher schwierig“, wenn der Arbeitgeber jederzeit 12-Stunden-Arbeit verlangen könnte.

89 Prozent sagen, es wäre für sie „sehr oder eher schwierig“, wenn ihnen vorgeschrieben würde, wann Zeitguthaben aufzubrauchen sind.

83 Prozent sagen, es wäre für sie „sehr oder eher schwierig“, wenn an mehreren Tagen hintereinander 12 Stunden lang gearbeitet würde.

95 Prozent sagen, es wäre „sehr oder eher wichtig“ für sie, selbst zu entscheiden, wann Gutstunden verbraucht werden.

23 Prozent der Befragten haben bisher noch nie 12 Stunden lang gearbeitet. Alle anderen haben das jetzt schon zumindest fallweise getan.

74 Prozent der Eltern sehen es als „sehr oder eher schwierig“, 12-Stunden-Arbeitstage mit den Bedürfnissen der Kinder zu vereinbaren.

80 Prozent sind der Ansicht, Sport und Hobbys wären bei 12-Stunden-Arbeitstagen vernachlässigt.

Einige Statements

„Kein Privatleben mehr“: Was laut den Befragten die Folgen wären, wenn ein 12-Stunden-Arbeitstag Realität würde.

Ich wünsche mir keine Gesellschaft, in der nur mehr gearbeitet wird.“

Dann kann ich Weiterbildung, Freunde, Haushalt und die geplante Familie vergessen, da ich keine Zeit mehr dafür hätte.“

Bekannte und Kinder haben nichts mehr von mir nach einem 12-Stundentag.“

Ständige Erschöpfung.“

Es macht das Privatleben einfacher. Weil beispielsweise meine Frau dann an einem Tag länger arbeiten kann, an dem die Kinderbetreuung bei mir ist, und dafür an einem anderen Tag früher zu Hause ist.“

Keine Zeit mehr für Hobbys, weil es einfach zu spät ist noch rauszugehen bzw. weil man nach einem 12-Stunden-Arbeitstag erschöpft ist und einfach nur noch auf der Couch liegen möchte.“

Ich war im Turnusdienst der ÖBB beschäftigt, abwechselnd 12 Stunden Tag oder 12 Stunden Nacht. Wir haben zwei Kinder. Meine Frau konnte zehn Jahre lang keinen Beruf ausüben, weil ich sie bei der Kindererziehung nur zeitweise unterstützen konnte.“

Ein 12-Stundentag ist kinderunfreundlich, nicht familienförderlich.“

Extremer Stress, der den Lebensrhythmus durcheinanderbringt.“

Arbeitstage mit 12 Stunden wären ‚verlorene Tage‘. Ich würde aufstehen, in die Arbeit fahren, arbeiten, Pause machen, weiterarbeiten, heimfahren, essen, duschen und ins Bett gehen. Mehr wäre an solchen Tagen nicht machbar.“

Enorme Probleme, Kinderbetreuung verlässlich zu organisieren, wenig Zeit für Privatleben, weniger Selbstbestimmung in der Lebensgestaltung.“

Die zwischenmenschlichen Beziehungen – zum Beispiel in den Vereinen – werden stark gestört.“

Es wäre super, weil ich weniger oft in die Arbeit kommen muss.“

Kein Privatleben mehr.“

Tatsache ist, inklusive der Fahrzeiten zum Arbeitsort und der Wahrscheinlichkeit, dass zu den 12 Stunden noch Überstunden kommen, ist man bis zu 14 Stunden von zu Hause weg.“

Grundsätzlich sind 12-Stunden-Arbeitstage kein Problem, wenn auch der Betrieb auf die Freizeitgewährung des Arbeitnehmers Rücksicht nimmt.“

Work – Eat – Sleep – Repeat“

Noch weniger Zeit für das Haustier, den Partner und zu kurze Erholungsphase.“

Gemütlich Feierabend machen ist nicht mehr möglich. Für Sport bleibt auch keine Zeit, das merkt der Körper schnell und reagiert mit Schlaflosigkeit nachts und Trägheit
tagsüber.“

Die Familie kennt nichts anderes. Habe bei der Kinder-Erziehung alles, was einen Vater heute ausmacht, versäumt. Die Kinder werfen mir das heute noch vor!“

Ich finde, es kommt auf Selbstbestimmung und die Art der Arbeit an ... 12-Stunden-Tage sollten die Seltenheit sein und sich auf kurze Zeit im Leben beschränken.“

Die Kinderbetreuung würde nur mir, der Großmutter, obliegen. Das schaffe ich aber nicht mehr.“

Wir sind keine Arbeitsmaschinen.“

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