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Außergewöhnliche Belastungen aufgrund von Behinderung

Außergewöhnliche Belastungen aufgrund von Behinderung lassen sich steuerlich absetzen.

HINWEIS:

Außergewöhnliche Belastungen sind ab der Veranlagung 2016 in einer eigenen Beilage (L1ab) geltend zu machen.

Voraussetzung

Die Erwerbsminderung und damit der Grad der Behinderung muss mit einer amtlichen Bescheinigung der dafür zuständigen Stelle (Sozialministeriumservice, Sozialversicherungsträger oder Landeshauptleute) nachgewiesen werden.

Höhe der pauschalen Freibeträge

Liegt eine mindestens 25%-ige Behinderung (Erwerbsminderung) vor, können entweder die tatsächlichen Krankheitskosten mit den gesammelten Belegen oder pauschale Freibeträge bei der ArbeitnehmerInnenveranlagung geltend gemacht werden.

Der Freibetrag beträgt bei einer Behinderung von:                      

  • 25-34% ... 75 Euro jährlich                 
  • 35-44% ... 99 Euro jährlich
  • 45-54% ... 243 Euro jährlich
  • 55-64% ... 294 Euro jährlich
  • 65-74% ... 363 Euro jährlich
  • 75-84% ... 435 Euro jährlich
  • 85-94% ... 507 Euro jährlich
  • ab 95% ... 726 Euro jährlich
Achtung!

PflegegeldbezieherInnen steht der pauschale Freibetrag nicht zu. Sie können aber die tatsächlichen Kosten geltend machen und den Betrag, der das Pflegegeld übersteigt, bei der ANV berücksichtigen lassen.

Kosten für Hilfsmittel

Neben den Pauschalbeträgen können nicht regelmäßig anfallende Kosten wie zum Beispiel für einen Rollstuhl oder ein Hörgerät oder bauliche Maßnahmen für einen barrierefreien Zugang zu Wohnräumen und Kosten für die Heilbehandlung wie ärztlich angeordnete Kuren oder Medikamente abgesetzt werden. Bei diesen Ausgaben ist das Pflegegeld nicht gegenzurechnen.

Kosten für den Transport

Gehbehinderte mit eigenem Kfz, denen die Benützung des öffentlichen Verkehrsmittels nicht zumutbar ist, steht ein zusätzlicher Steuerfreibetrag von monatlich 190 Euro zu. Gehbehinderte mit mindestens 50%-iger Erwerbsminderung, die über kein eigenes Kraftfahrzeug verfügen, können Taxikosten bis maximal 153 Euro monatlich geltend machen.

Kosten für Diätverpflegung

Auch für Krankendiätverpflegung können entweder die tatsächlichen Kosten oder Pauschalbeträge bei der Steuer angegeben werden.

Pauschalbeträge für:                                                                                              

  • Diabetes, Tuberkulose, Zöliakie, Aids: 70 € monatlich
  • Gallen-, Leber-, Nierenleiden: 51 € monatlich
  • Magenkrankheit oder andere innere Krankheit: 42 € monatlich
Achtung!

Die außergewöhnlichen Belastungen wegen einer Behinderung können auch von (Ehe)-PartnerInnen abgesetzt werden, wenn die Person mit der Behinderung nicht mehr als 6.000 € verdient.


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