23.2.2017
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5,6 Millionen Euro vom Finanzamt für Kärntner Arbeitnehmer zurückgeholt

Die Arbeitnehmerveranlagung bringt’s – und zwar mehr als 5,6 Millionen Euro für Kärntner Arbeitnehmer. Die Marke von 20.000 Beratungen wurde im Jahr 2016 überschritten – Tendenz steigend. AK-Präsident Goach: „Unsere Steuerexperten arbeiten auf Hochtouren und beraten täglich rund 80 Kärntner bei der Arbeitnehmerveranlagung“.

Die Beratungszahl von 2015 wurde 2016 wieder übertroffen. 20.343 Beratungen haben die Steuerexperten der Arbeiterkammer Kärnten im vorigen Jahr durchgeführt. Die Kärntner ließen sich 9.754 Mal telefonisch beraten. Die persönliche Beratung wurde 9.171 Mal durchgeführt, gefolgt von der schriftlichen (E-Mail, Briefe, etc.) mit 1.418. „Was die Beratungen zu Steuerthemen betrifft, so bevorzugen die Kärntner zwar noch immer den direkten Kontakt mit unseren Experten, trotzdem gewinnt die digitale Kommunikation immer mehr an Fahrt“, sagt der Leiter der Abteilung Finanzen und Förderungen, Bernhard Sapetschnig, und bezieht sich damit auf die Steigerung von zehn Prozent bei den schriftlichen Anfragen. 

Die Experten der Arbeiterkammer haben in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 92.041 Beratungen durchgeführt. Die Beratungsleistung der Fachabteilung hat sich in diesem Zeitraum nahezu verdoppelt.

„Kostenloser Steuerberater“

„Wir sind der kostenlose Steuerberater für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, sagt AK-Präsident Günther Goach und betont: „Ein Steuerausgleich zahlt sich auf jeden Fall aus, im Durchschnitt sind für jeden 250 bis 300 Euro Steuergutschrift drin“. Insgesamt wurde eine Rekordsumme von 5,6 Millionen Euro für die Arbeitnehmer zurückgeholt.

„Wir helfen den Beschäftigten bei der Arbeitnehmerveranlagung, denn Abschreibposten hat fast jeder!“, so Goach. Beim Fiskus liegen noch 30 Millionen Euro, die den Arbeitnehmern gehören. „Dennoch haben knapp 120.000 Kärntner noch keine Arbeitnehmerveranlagung gemacht“, sagt AK-Steuerexperte Joachim Rinösl.

Kein Geld verschenken

Ein Steuerausgleich zahlt sich aus, das zeigen folgende Beispiele aus der AK-Beratung:

Kein verschenktes Geld
  • Angestellter, 2 Kinder (15 und 20 Jahre), Ehefrau ohne Einkünfte: Geltend gemacht wurden der Alleinverdienerabsetzbetrag, die Kinderfreibeträge, da ein Kind auswärtig studiert und die Sonderausgaben (Personenversicherungen, Kirchenbeitrag). Die Ehefrau leidet an einer schweren Nierenerkrankung und besitzt damit einen Behindertenpass. Der Freibetrag wegen Behinderung und für notwendige Diätverpflegung sowie Kosten der Heilbehandlung (Fahrtkosten zur Dialysetherapie, Medikamente und Wahlarztkosten) wurden geltend gemacht.

    Gutschrift: 2.752 Euro

  • Lehrling: Nach Ende der Lehrzeit war ein junger Mann als Arbeiter mit unterschiedlich hohen Einkünften beschäftigt. Geltend gemacht wurden die Kurskosten und Fahrtkosten zum Vorbereitungskurs für den Lehrabschluss.

    Gutschrift: 583 Euro

  • Alleinerziehende Mutter seit 2014: Im Jahr 2015 hat einen alleinerziehende Mutter ganzjährig ausschließlich vom Kinderbetreuungsgeld gelebt. Geltend gemacht wurden der Alleinerzieherabsetzbetrag und die Negativsteuer, obwohl die Mutter kein Dienstverhältnis hatte und keine steuerpflichtigen Einkünfte.

    Gutschrift: 494 Euro

  • Ferialpraktikantin (2 Monate gearbeitet): Auf Grund ihres sehr geringen Einkommens konnte die Negativsteuer geltend gemacht werden.

    Gutschrift: 61 Euro

  • Familie mit behindertem Kind erhält nachträglich erhöhte Familienbeihilfe: Wiederaufnahme des Steuerverfahrens für fünf Jahre. Der pauschalierte Freibetrag für Behinderung des Kindes wurde geltend gemacht.

    Gutschrift für fünf Jahre: 6.793 Euro

  • Ehepaar, Katastrophenschaden: Nach dem Abzug von Ersätzen vom Katastrophenfonds und diversen Spenden musste noch immer ein Eigenaufwand von 19.000 Euro geleistet werden. Das Einkommen der Frau beträgt 17.500 Euro und das des Partners 40.000 Euro. Gutschrift bei Geltendmachung nur bei der Frau: 1.529 Euro. Gutschrift bei Verteilung auf beide Eheleute: 5.183.

    Gutschrift 5.866 Euro bei Geltendmachung nur beim Mann


    Die Kosten wurden aufgrund der höheren Steuerersparnis beim Gatten geltend gemacht.

  • Angestellter: Mit dem Kind aus einer geschiedener Ehe konnte der Unterhaltsabsetzbetrag sowie der Kinderfreibetrag geltend gemacht werden. Als Journalist wurden die Werbungskostenpauschale der Berufsgruppe und auch Spenden an begünstigte Organisationen geltend gemacht.

    Gutschrift: 1.949 Euro



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Steuerreform: Erste Effekte sind sichtbar

AK-Präsident Goach: „Der erste Schritt ist getan, aber wir brauchen eine weitere kräftige Steuersenkung“.

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