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Um Abfertigung geprellt

Gabriele J. war nach der Geburt ihres Kindes in Karenz. Als sie wieder in den Beruf einsteigen wollte, teilte ihr Arbeitgeber ihr mit, dass in ihrer alten Firma leider gerade keine Stelle frei sei. Aber er hatte eine gute Alternative für sie: Sie könne in einem Zweitunternehmen ihres Arbeitgebers anfangen. An ihrem Dienstverhältnis würde sich deshalb nichts ändern. Gabriele nahm das Angebot an. Nach einem Jahr konnte sie sogar wieder zurück in das ursprüngliche Unternehmen wechseln. So weit, so gut.

Nach weiteren neun Jahren in der Firma wurde sie gekündigt. Nun verweigerte ihr die Firma plötzlich die Auszahlung ihrer Abfertigung nach dem alten Recht. Der Arbeitgeber behauptete: Als Gabriele J. ins Zweitunternehmen gewechselt habe, sei das eine einvernehmliche Auflösung des Dienstverhältnisses gewesen. Damit sei sie in das neue Abfertigungsrecht übergetreten. Gabriele suchte Rat und Unterstützung bei der AK.

Wie wir Gabriele helfen konnten

Die RechtsexpertInnen der AK bestätigten Gabrieles Einschätzung: Eine einvernehmliche Auflösung war damals nicht vereinbart worden. In diesem Fall hätte diese nämlich nach dem Mutterschutzgesetz schriftlich vereinbart werden müssen.

Das Oberlandesgericht Wien schloss sich dieser Rechtsmeinung an. Der Arbeitnehmerin wurden rund 10.000 Euro an Abfertigung zugesprochen, zusätzlich wurde die Firma zum Ausstellen eines Dienstzeugnisses verpflichtet.

Info

Nach dem Mutterschutzgesetz haben werdende und frisch gebackene Mütter besonderen Kündigungs- und Entlassungsschutz. Dieser gilt ab Meldung der Schwangerschaft und bis 4 Wochen nach der Geburt bzw. bis vier Wochen nach Ende der Karenz, spätestens aber vier Wochen nach dem Ablauf des 2. Lebensjahres des Kindes.

Im Krankenstand entlassen

Herbert Sch. war seit seiner Lehre, insgesamt 37 Jahre, bei der Firma. Dann wurde er im Krankenstand fristlos entlassen – ohne Abfertigung.

Kündigung wegen Schwangerschaft

Nachdem Amina F. ihrer Chefin von ihrer Schwangerschaft erzählte, überreichte diese die Kündigung und schob falsche Gründe vor. Wie es weiterging.

Befristeter Job und mittendrin gekündigt?

Drei Wochen vor Ablauf ihres befristeten Dienstverhältnisses wurde Marija R. gekündigt. Terminwidrig, wie die AK bestätigte.

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