WLAN-Lautsprecher: Jetzt funkt‘s

Good bye, HiFi-Anlage. In vielen Haushalten gehören CD- und Schallplattensammlungen der Vergangenheit an. Tausende von Titeln sind heutzutage auf Smartphones, Notebooks oder Netzwerkfestplatten gespeichert, oder sie werden einfach über einen Streamingdienst wie Spotify oder Amazon Music abgerufen. Somit hat auch die alte Hi-Fi-Anlage ausgedient. Kompakte WLAN-Boxen sind an ihre Stelle getreten. Sie können Musik aus den genannten Quellen wiedergeben, wenn auch zum Teil über Umwege. Auf jeden Fall tun sie das kabellos, sieht man von der notwendigen Stromversorgung ab. Die zwölf Lautsprecher im vorliegenden Test sind (oft auch aufgrund ihrer Größe) in erster Linie für den stationären Betrieb bestimmt. Lediglich der Harman Kardon Citation 200 ist mit einem Akku ausgestattet und auch spritzwassergeschützt. Alternativ zum WLAN ist bei fast allen Geräten eine Bluetooth-Verbindung möglich, nur Testsieger Sonos Five ist ausschließlich WLAN-tauglich. Bluetooth ist im Vergleich zu WLAN allerdings störungsanfälliger und hat eine geringere Reichweite.

Mit und ohne Sprachassistent. Grundsätzlich kann man die Lautsprecher in zwei Gruppen unterteilen, nämlich solche ohne und solche mit integriertem Sprachassistenten. Dabei handelt es sich entweder um Google Assistant oder um Amazon Alexa. Die beiden können Fragen beantworten und sie ermöglichen die Steuerung der Geräte mithilfe von Sprachbefehlen. Abseits davon lässt sich jeder WLAN-Lautsprecher im Test über eine dazugehörige Smartphone-App bedienen. Ähnlich wie bei der klassischen Fernbedienung ist die Qualität der jeweiligen App für den Nutzerkomfort entscheidend. Bose, Denon, Sonos und Yamaha stellen sehr brauchbare Anwendungen bereit.

Stereo-Optionen. Die Boxen von Amazon, Bose, Denon und Sonos verfügen über eine Funktion namens „internes Stereo“. Sie haben mehrere Lautsprecher eingebaut, mit deren Hilfe sie Stereoklang erzeugen können. Allerdings funktioniert das nur in unmittelbarer Nähe zur Box. Um den Stereoeffekt in einem größeren Abstand wahrnehmen zu können, bieten viele Hersteller die Option, zwei Boxen desselben Modells zu einem Paar zu verbinden. Am besten klingt dieser Stereomodus bei Harman Kardon Citation 500, Sonos und Yamaha. Nicht verfügbar ist diese Möglichkeit hingegen bei Bose, Huawei und Teufel. Teufel unterstützt auch nicht Multiroom, eine Funktion, die sonst quasi zum Standard gehört. Multiroom bedeutet, dass man mehrere Boxen desselben Modells in der Wohnung verteilen und so verschiedene Räume beschallen kann. Entweder läuft dann überall dieselbe Musik oder man wählt beispielsweise fürs Wohnzimmer eine andere als für die Küche.

Datenschutz.  Ein Ärgernis ist der Umgang der Apps mit dem Thema Datenschutz – und das nicht nur bei den mit den Sprachassistenten von Google bzw. Amazon ausgestatteten Geräten. Wenn man rein die Sparsamkeit bei der Datenerhebung betrachtet, dann sind die Apps von Bowers & Wilkins, Denon und Yamaha am wenigsten neugierig. Neun Boxen wurden im Test abgewertet, weil die Datenschutzerklärung des Anbieters oder des Sprachassistenten deutliche Mängel hatte.

Tipps zur Klangoptimierung

  • Lautsprecher sollten möglichst viel Abstand zu Wänden und Möbeln haben
  • Optimal ist die Platzierung auf Ohrhöhe, z.B. mithilfe von Standfüßen
  • Einen einzelnen Lautsprecher (Monobetrieb) am besten frontal vor sich aufstellen.
  • Bei der Verbindung von zwei Boxen (Stereobetrieb) sollte man auf das sogenannte Stereodreieck achten: Die beiden Boxen seitlich von der Hörposition aufstellen und etwas nach innen drehen. Wie bei einem gleichseitigen Dreieck sollte der Abstand zwischen den Boxen gleich groß sein wie der Abstand von der jeweiligen Box zur Hörposition.

 

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