23.12.2016
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Tablets: Es geht auch günstig

Hochpreisige Spitzenmodelle

Apple ist immer noch der Platzhirsch am Tablet-Markt. Der Testsieger, das iPad Pro 9,7, gehört zu den teuersten Geräten. Noch mehr Geld muss man nur für das zweitplatzierte Microsoft Surface Pro 4 ausgeben. Das Gerät ist das teuerste und mit 12 Zoll Bildschirmdiagonale größte Tablet im Test. 

Auch günstigere sind zu empfehlen

Während sich Apple und Microsoft an der Spitze duellieren, sind brauchbare Tablets aber auch für deutlich weniger Geld erhältlich. Huawei und Samsung liegen mit dem MediaPad M2 und dem Galaxy Tab A 10 nur einen Punkt hinter dem Microsoft-Gerät, kosten aber lediglich einen Bruchteil. Tipp: Wer das Gerät hauptsächlich zuhause zum Surfen im Internet oder für Videos verwendet, sollte sich den Preis-Leistungs-Sieger von Lenovo ansehen. Das Tab 2 A kostet nur 160 Euro, erreicht aber trotzdem ein „gut“ im Testurteil.

Was möchten Sie machen?

Bisher eignen sich die Touchscreens vor allem als Zweitgeräte: Zum gemütlichen Filmgenuss auf Couch oder im Bett, als Spielgerät für zwischendurch oder, um kleinere Arbeiten wie das Lesen von E-Mails bequem unterwegs zu erledigen. An der geplanten Nutzung sollten Sie sich auch bei der Kaufentscheidung orientieren. Wer sein Tablet etwa häufig unterwegs verwendet, braucht einen ausdauernden Akku und ein helles Display, das auch bei Tageslicht gut erkennbar ist. Mit einem SIM-Karten-Slot für mobiles Internet ist man nicht auf WLAN-Netzwerke angewiesen.Plant man, das Tablet für Präsentationen zu verwenden, ist eine HDMI-Schnittstelle zur Verbindung mit einem PC oder Beamer zu empfehlen. 

Für Zocker und Linux-Fans

Zwei Tablets heben sich im Test von der Konkurrenz ab. Da wäre zum einen der Grafikkarten-Hersteller Nvidia. Er hat für Spiele-Fans das Shield K1 vorgestellt. Das Android-Tablet kommt mit einem leistungsstarken Grafikprozessor und kann auch anspruchsvolle Apps problemlos darstellen. Mit der „Gamestream“-Funktion können Zocker ihre PC-Spiele auf das Tablet streamen. Schwächen zeigt das Shield K1 bei der Akkulaufzeit: Einen Langstreckenflug hält das Gerät nicht ohne Zwischenlandung an der Steckdose durch. Weiterer Neuling: Mit dem BQ Aquaris M 10 ist nun erstmals ein Ubuntu-Tablet dabei. Ob sich das Linux-basierte Betriebssystem auf Mobilgeräten durchsetzt, bleibt aber abzuwarten, denn die Umsetzung für den Touchscreen scheint noch nicht ganz ausgereift. Die Benutzeroberfläche ähnelt einem Desktop-Betriebssystem und die Bedienung geht noch nicht so flott wie bei den Konkurrenten iOS, Android und Windows von der Hand. Dazu kommt, dass der App-Store derzeit noch recht bescheiden bestückt ist und das Tablet auf Eingaben mitunter sehr träge reagiert. 

Fazit

Tablets sind bereits sehr ausgereifte Geräte. Während auch die günstigeren Tablets zufriedenstellen, muss man für Premium-Funktionen tief in die Tasche greifen. Ob Ihnen Features wie Fingerabdrucksensor und Wasserdichtheit den Aufpreis wert sind, müssen Sie individuell entscheiden. Das Linux-Tablet können wir noch nicht uneingeschränkt empfehlen – iOS, Android und Windows sind derzeit die besseren Betriebssysteme.

 

Alle Details zum Test (kostenpflichtig): www.konsument.at/tablets122016

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