Streichwurst: Besser als erwartet

Sie zählt nicht unbedingt zu den gesündesten Fleischerzeugnissen, aber die Qualität ist hoch. Das zeigt ein  aktueller Test (0,1 MB) des Vereins für Konsumenteninformation (VKI).

Im Test

Analysiert und verkostet wurden Produkte, die als Streichwurst oder Pastete im Handel sind, auch 5 Kalbsleberstreichwürste, 2 Geflügel-Produkte sowie 2 Aufstriche. Es gibt viele sehr gute und gute Produkte. Nur eines von 40 fiel durch, weil es verdorben war. Wichtigster Aspekt im Test war die Zusammensetzung der Produkte.

Die besten in den einzelnen kategorien


Wieviel Leber und welche?

Mit einer Ausnahme (Argeta Huhn) enthielten alle Proben Leber. Meist handelte es sich um Schweineleber. Der Leberanteil lag meist zwischen  20 und 30 Prozent. Bei der Paté Grand-Mère Leberpastete mit Preiselbeeren betrug der Leberanteil sogar mehr als 30 Prozent. Nur bei zwei Proben lag er deutlich unter 20 Prozent (Landhof Zwiebelstreichwurst Leber und Spar Natur pur Bio-Kräuter-Streichwurst). Das umstrittene Nitritpökelsalz war in 39 Produkten enthalten. Lediglich die  Geflügelleberwurst von Chiemgauer Naturfleisch war frei davon. Leider war diese Wurst das einzige verdorbene Produkt im Test.

Unerwünschtes Kollagen

Neben Zusatzstoffen und Leberanteil entscheidet auch der Kollagenwert über die Qualität der Streichwurst. Dieser Wert gibt den prozentuellen Anteil des unerwünschten Bindegewebes am Gesamteiweiß des Produktes an. Ein Kollagenwert von 20 bedeutet also, dass 20 Prozent des gesamten Eiweißes Bindegewebseiweiß sind. Das Produkt mit dem niedrigsten Kollagenwert war die Titz Hühner Leberstreichwurst. Den höchsten Kollagenwert wies mit 23,6 die Reiter Streichwurst auf.

Herkunft der Zutaten

Wer Wert auf österreichische Rohware legt, sollte sich am AMA-Gütesiegel oder am AMA-Biosiegel orientieren.

Gentechnik

Nur knapp jedes vierte Produkt wird nachweislich ohne Verwendung von gentechnisch verändertem Futter hergestellt. Nur wenige konventionell hergestellte Produkte sind mit dem Gentechnikfrei-Logo ausgezeichnet. Wer ganz sichergehen möchte, sollte auf Produkte aus biologischer Landwirtschaft zurückgreifen.

Kalbsleberstreichwurst

Konsumentinnen und Konsumenten beschweren sich oft über einen zu geringen Kalbsleberanteil in Kalbsleberwürsten. Bei Produkten mit dem AMA-Gütesiegel ist man auf der sicheren Seite, sie müssen mindestens 10 Prozent Kalbsleber enthalten. Die Kalbsleberwurst-Proben ohne AMA-Gütesiegel enthielten alle nur 5 Prozent Kalbsleber!

Alle Testergebnisse im Detail: www.konsument.at/streichwurst012020 (kostenpflichtig)

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