21.9.2016
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Sportkopfhörer: Nur fünf in Bestform

Pärchen joggt mit Kopfhörern im Ohr. © Syda Productions, Fotolia

Sie wollen beim Joggen oder Radfahren nicht auf den guten Ton verzichten? Was Sie brauchen, sind ein passendes Abspielgerät und gut sitzende Kopfhörer, die alles mitmachen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 17 verschiedene Modelle getestet.

Mit oder ohne Kabel?

Ob man sich für ein Kopfhörer-Set mit oder ohne Kabel entscheidet, ist eher eine Frage der persönlichen Vorliebe. Technisch gesehen gibt es kaum Qualitätsunterschiede. Große Pluspunkte bei Bluetooth-Modellen sind der Wegfall von Kabelsalat und die größere Bewegungsfreiheit. Scheuergeräusche des Kabels, die sich mitunter sehr störend auf die Kopfhörergehäuse übertragen können, fallen ebenfalls weg. Nachteil: Die Bluetooth-Modelle haben zur Stromversorgung eigene kleine Akkus eingebaut, die regelmäßig aufgeladen werden wollen. Ist der Akku leer, geht gar nichts.

Haken oder Bügel

Da simple Ohrstöpsel zum Einhängen allein nicht optimal ihren Zweck erfüllen, bekommen die Ohrhörer zur besseren Befestigung Haken, Bügel oder Schlingen verpasst. Testsieger Bose und einige weitere Modelle besitzen Kunststoffhaken, die in die Windungen der Ohrmuschel eingesetzt werden. Die weichen Silikonhaken von Bose, die ohne zu drücken sicher halten, schnitten am besten ab. Auch JBL Reflect konnte damit punkten. Darum ist es auch kaum möglich, dass sich jedes Modell für jeden Sportler gleich gut eignet. Je mehr Ohrpolstervarianten mitgeliefert werden, desto kundenfreundlicher.

Schallisolierung

Es ist eine heikle Gratwanderung. Einerseits soll der Kopfhörer aus Sicherheitsgründen so konzipiert sein, dass Außengeräusche durchdringen (aber andere nicht zwangsweise mithören müssen). Andererseits wünscht sich der Träger aber auch, dass er die Musik möglichst unbeeinträchtigt von Umgebungslärm genießen kann. Dies ist bei den beiden JBL-Modellen der Fall; ebenso bei den kabelgebundenen Geräten von Philips, Yurbuds, JVC, Beats by Dr. Dre und Sennheiser CX 686G.

Ein Ohr frei lassen? In der Kraftkammer oder auf dem Zimmerfahrrad ist eine starke Abschirmung kein Problem. Wer aber im Freien sportelt, sollte doch auch ein Auge – oder besser gesagt ein Ohr – auf seine Umgebung richten. Herannahende Autos oder klingelnde Radfahrer zu überhören, kann zu brenzligen Situationen führen.

Tipps
  • Verbindung testen. Probieren Sie vor dem Kauf, ob sich Abspielgerät und Kopfhörerset ohne Probleme via Bluetooth finden.
  • iOS oder Android. Die meisten Modelle sind sowohl mit Apple- als auch mit Android- Geräten kompatibel. Bei einigen gibt es jedoch unterschiedliche Ausführungen für die Betriebssysteme.
  • Ohrpolster. Liegen mehrere bei, sind es meist keine Ersatzpolster, sondern es handelt sich um unterschiedliche Dimensionen. Testen Sie Ihre Ohrhörer mit diversen Größen jeweils ein halbe Stunde. Es kann sein, dass Sie links und rechts unterschiedliche Einsätze brauchen.
  • Nicht wasserdicht. Die Hersteller preisen ihre Geräte gern als schweißunempfindlich und wetterfest an. Manche lassen sich unter fließendem Wasser reinigen (Gebrauchsanleitung beachten!). Dennoch sind sie in der Regel für Wassersportarten nicht geeignet – dafür gibt es spezielle Modelle.

Detaillierte Testergebnisse (kostenpflichtig): konsument.at/sportkopfhoerer092016


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