Sonnenschutzmittel: Bräune zum Diskontpreis

Guten Sonnenschutz gibt es auch zu vernünftigen Preisen. Nur ein Produkt fiel im Test komplett durch. 

17 Produkte im Test

Die wichtigste Aufgabe von Sonnenschutzmitteln ist, dass sie uns vor UVA- und UVB-Strahlung schützen. Ultraviolettstrahlung ist zwar wichtig für unsere Gesundheit, weil sie die Vitamin-D-Synthese unserer Haut anregt, aber sie wird rasch zur Gefahr, wenn wir zu viel davon abbekommen. Die langwellige UVA-Strahlung dringt tief in die Epidermis ein, lässt die Haut altern, verursacht Hautirritationen und fördert die Entstehung von Hautkrebs. Ein Zuviel an UVB-Strahlung ist für den Sonnenbrand verantwortlich und fördert ebenfalls Hautkrebs. Im  aktuellen Test wurden  17 Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 30 bis 50 unter die Lupe genommen.


Vier Produkte sehr gut

Mit vier Mitteln zeigten sich die Tester rundum zufrieden. Die Cien Sonnenmilch Classic von Lidl, die Sunkiss Sonnenmilch von Spar, die Today Sonnenmilch von Penny/Rewe und der Sundance Sonnenspray von dm überzeugten sowohl den UV-Schutz als auch die Feuchtigkeitsanreicherung der Haut betreffend. Zwölf weitere, meist hochpreisige Produkte schützen zwar auch sehr gut vor UV-Strahlung, schwächeln allerdings teilweise ein wenig bei der Feuchtigkeitsanreicherung der Haut.

Lyral und Lilial

Ein Sonderfall ist der Sun Beauty Oil-Free Spray von Lancaster. Dieses Produkt hätte an sich gar nicht so schlecht abgeschnitten, würde es nicht Lilial und Lyral enthalten. Beide Stoffe stehen in Verdacht, gesundheitliche Risiken auszulösen. 

Kein UV-A-Schutz

Die Sunmilk Sensitive von Eco ist als Sonnenschutzmittel ungeeignet, da sie keinen Schutz gegen UVA-Strahlung bietet. Das Eco-Produkt ist zudem nicht ausreichend konserviert. Hefe und Schimmelpilze, die nach dem Öffnen in die Tube gelangen, können in der Creme überleben und sich weiter vermehren. Damit könnte das Produkt auch seine Schutzwirkung einbüßen. 

Nachcremen

Fast alle Anbieter bewerben ihre Produkte als wasserfest. Beim Baden oder wenn man Sport betreibt und stark schwitzt, kann ein Teil des UV-Schutzes verloren gehen. „Wasserfestigkeit“ ist laut internationaler Norm bereits dann gegeben, wenn nach dem Baden nur noch die Hälfte des Produktes auf der Haut verbleibt. Darauf sollte man sich besser nicht verlassen. Tipp: Nach dem Baden oder Duschen wieder eincremen und auch über den Tag hinweg immer wieder nachcremen.

Außerdem im Test: Lush

Der Sunblock „Fester Sonnenschutz“ von Lush stellt eine Besonderheit dar. Er soll für UV-Schutz sorgen, wenn man ihn unter der Dusche anwendet. Mit den anderen Sonnenschutzmitteln lässt sich dieses Produkt nicht vergleichen. Getestet wurde, inwieweit der Sunblock den ausgelobten UV-Schutz einhält.

Testurteil:  „nicht zufriedenstellend“ 

Besonders bitter ist, dass Lush auf seiner deutschsprachigen Homepage eine scheinbar begeisterte Nutzerin schwärmen lässt: „Super super! Das ist ein echt tolles Produkt! Verwende es auch für meine Kinder …“ Wir können keineswegs dazu raten, den Sunblock als UV-Schutz zu verwenden, insbesondere nicht für sensible Kinderhaut.   


Alle  Details zum Test: https://www.konsument.at/sonnenschutzmittel072018 (kostenpflichtig) 

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