Saugroboter: Auf der Jagd nach dem Lurch

Die automatisierten Haushaltshelfer boomen, doch nicht alle arbeiten gründlich. 

Preis für Gründlichkeit

Günstige Saugroboter schwächeln entweder auf Teppichboden (Blaupunkt, Vileda, Zaco) oder auf Hartboden (Moneual, Zaco) und lassen wesentlich mehr Staub liegen als die teurere Konkurrenz. Relativ weit nach vorn schaffte es lediglich der mit rund 250 Euro recht preisgünstige Eufy, der aber gleichfalls deutliche Schwächen bei der Staubaufnahme zeigte.

Hartboden und Teppich

Allerdings ist auch bei den „guten“ Saugrobotern die Leistung vom Untergrund abhängig. Auf Hartboden spielt das iRobot-Modell seine Stärken aus, und auch Neato liefert dort brauchbare Ergebnisse. Auf Teppichboden hingegen fühlt sich der Dyson zu Hause. Neato und Dyson sind jene beiden Sauger, die den „Härtetest mit Haaren“ gut bewältigt haben.

Freie Bahn

Damit die Roboter ungestört arbeiten können, muss man ihnen klarerweise den Weg frei machen. Dabei sollte man nicht nur an größere Hindernisse denken, sondern etwa auch an Handyladekabel, in denen sie sich verfangen könnten. Sinnvoll, aber natürlich nicht immer möglich ist es, beim Kauf die Gerätemaße zu beachten, etwa die Auswahl danach zu treffen, wie viel Platz unter und neben den Möbelstücken vorhanden ist. Der Dyson etwa ist sehr schmal, dafür aber höher als alle anderen Sauger im Test.

Grenzen ziehen

Sinnvoll ist es, die Grenzen abzustecken – zum Beispiel, um das Gerät von einem bestimmten Bereich fernzuhalten. Das klappt etwa mit Magnetbändern oder Lichtschranken sehr gut, allerdings nur geradlinig und für größere Flächen. Vielseitiger, wenn auch nicht zentimetergenau, funktioniert es mithilfe von Apps, die es den Saugrobotern ermöglichen, Karten der Wohnung anzulegen, anhand derer sie in der Folge navigieren.

Saugen und Datenschutz 

Wie immer, wenn Apps im Spiel sind (nur für Vileda und Zaco gibt es keine), ist das Datensendeverhalten ein Thema. Alle von ihnen übermitteln mehr Informationen, als für den Betrieb notwendig sind, also etwa den Namen des Mobilfunkanbieters oder die Geräte-ID des Smartphones. Bei Blaupunkt werden darüber hinaus Benutzername und Passwort unverschlüsselt übertragen – eine gravierende Sicherheitslücke.

Lautstärke und Tempo 

Die Lautstärke beim Saugen kann besonders auf Hartboden mitunter nervtötend sein. Das ist vor allem bei Neato und Dyson der Fall. Dyson hat darüber hinaus den höchsten Stromverbrauch im Testfeld. Gleichfalls nicht unwesentlich ist die benötigte Zeit. Auch dabei spielt der Preis eine Rolle. Während die teureren Geräte den Raum flott und systematisch abfahren, sind die preiswerteren oft um ein Mehrfaches länger unterwegs – im Fall von Blaupunkt und Medion blieb noch dazu rund ein Viertel der Prüffläche ungesaugt.

Folgekosten

Bürsten und Filter sind Verschleißteile. Interessant ist aber nicht nur, wie viel sie kosten, sondern auch, wo sie überhaupt beziehbar sind. Diese Fragen muss man vor dem Kauf unbedingt abklären. Gleiches gilt für den Akku, dessen Lebensdauer laut Anbieterangaben zwischen zwei und fünf Jahren liegt. Nur bei iRobot, Neato, Dyson, Vileda, Medion und Blaupunkt ist er durch den Benutzer selbst wechselbar.

Die Besten im Test

iRobot © Stiftung Warentest
iRobot © Stiftung Warentest
iRobot Roomba i7158

Bester auf Hartboden, Faseraufnahme von Teppichboden sehr gut. Auf Teppich allerdings schwach an Ecken und Kanten. Flächenabdeckung nicht optimal. Beste Handhabung, aber Staubbox schwierig zu reinigen.


 

Neato Botvac © Stiftung Warentest
Neato Botvac © Stiftung Warentest
Neato Botvac Connected D7

Das Gerät mit der breitesten Bürste. Gute Saugleistung auf Hartboden, aber laut. Auf Teppich schwach an Ecken und Kanten. Punkten kann der Neato mit einer guten Flächenabdeckung und geringer Staubbelastung der Raumluft.

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