9.5.2018
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Raps- und Sonnenblumenöl: Glänzendes Ergebnis

Raps- und Sonnenblumenöl stehen in fast jedem Küchenkasten und lieferten im KONSUMENT-Test  Top-Ergebnisse. Am meisten konnten Kronen Öl und Ja! Natürlich punkten. 

Im Test

10 Rapsöle (darunter 1 Bioprodukt) und 5 Sonnenblumenöle (davon 4 Bioprodukte). 2 Proben aus jeder Produktgruppe waren als nativ oder kaltgepresst gekennzeichnet.Alle Öle wurden auf Schadstoffe (Mineralölrückstände, 3-MCPD-Ester und Glycidyl-Fettsäureester, Weichmacher sowie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) untersucht und die Kennzeichnung auf den Flaschenetiketten überprüft. Außerdem wurden die Hersteller nach der Herkunft der Rohstoffe und dem Abfüllort des Öls gefragt.

Gute Wahl

Raps- und Sonnenblumenöl sind praktische Allzwecköle sowohl für die kalte als auch warme Küche. Und sie enthalten so gut wie keine Schadstoffe, wie die Testergebnisse zeigen.

Regional

Fast die Hälfte der untersuchten Produkte kommt aus Österreich, sowohl was die Rohstoffe als auch die Abfüllung betrifft. 100 Prozent Österreich steckt im Rapsöl von Testsieger Kronen Öl. Dasselbe gilt für Merkur Immer Gut und Rapso sowie für das Rapsöl von Billa. Auch der Raps für Osana, einem Produkt, das es bei Hofer zu kaufen gibt, wächst in Österreich; abgefüllt wird das Öl aber irgendwo in der EU. Die Sonnenblumen für das Öl von Ja! Natürlich und Echt Bio von Penny wachsen ebenfalls in Österreich, wo auch die Pressung und Abfüllung erfolgt.

Raffiniert

Die meisten Produzenten füllen heißgepresste Öle in ihre Flaschen. Fehlen Angaben zur Ölgewinnung, handelt es sich um ein raffiniertes Öl mit neutralem Geschmack.

Nativ

Kaltgepresste und native Öle sind farbintensiv und haben ein ausgeprägtes Aroma. Ihr intensiver Geruch und Geschmack sind allerdings nicht jedermanns Sache.

Werbeschmähs

Verbesserungsbedarf gibt es bei der Kennzeichnung einiger Öle. So kommt das raffinierte Öl von Osana als „Feinstes Rapsöl“ in den Handel. Eine Beschreibung, warum dieses Öl feiner ist als die Konkurrenz, sucht man auf der Flasche allerdings vergeblich. Merkur Immer Gut und Billa bewerben ihr Rapsöl dagegen mit „umweltschonender Herstellung“. Auch hier bleibt im Dunklen, was sich Verbraucher darunter vorstellen können. Kurios die Auslobung des Rapsöls von S-Budget und des Sonnenblumenöls von Spar Natur pur: Hier werden auf den Etiketten allen Ernstes Broteinheiten angegeben. Was das auf einem Lebensmittel ohne Kohlenhydrate soll, weiß niemand. 

Raffiniertes Öl: Neutral im Geschmack

  • Gewinnung. Die meisten der untersuchten Raps-, aber auch Sonnenblumenöle sind raffiniert, auch wenn davon nichts auf der Flasche steht. Für diese Öle werden Rapssaat bzw. Sonnenblumenkerne mechanisch gepresst. Wegen der dabei erreichten hohen Temperaturen, spricht man auch von Heißpressung. Mit diesem Verfahren lässt sich die Ausbeute an Öl erhöhen. Anschließend werden in mehreren Arbeitsschritten Geruchs-, Geschmacks- und Farbstoffe aus dem Öl entfernt.
  • Aussehen und Geschmack. Raffiniertes Raps- und Sonnenblumenöl ist wie die meisten anderen Pflanzenöle auch klar, fast farblos oder mit einem gelblichen Stich. Diese Öle schmecken neutral und können daher in der Küche vielfältig eingesetzt werden.
  • Inhaltsstoffe. Beim Raffinieren werden nicht nur Schad- und Fettbegleitstoffe entfernt. Auch Vitamine, Aroma- und sekundäre Pflanzenstoffe gehen bei diesem Verfahren teilweise verloren. 

Kaltgepresstes Öl: Nussiges Aroma

  • Gewinnung. Vor allem Bioöle werden so gepresst, dass die bei diesem Verfahren erreichten Temperaturen niedrig bleiben. Daher auch die Bezeichnung Kaltpressung. Weil die Ausbeute hier geringer ist, werden solche Öle im Handel meist deutlich teurer angeboten als raffinierte Produkte. Unter nativ versteht man ein Öl, das nach dem Pressen nicht weiter bearbeitet wurde. Erlaubt sind hier nur Filtern und Zentrifugieren.
  • Aussehen und Geschmack. Kaltgepresste und native Öle zeigen Farbe. Vor allem Rapsöl ist intensiv gelb. Sonnenblumenöl schmeckt kernig-fruchtig bis nussig. Rapsöl hat einen kräftig würzigen, ebenfalls nussigen Geschmack. Beide Öle eignen sich besonders für kalte Speisen.
  • Inhaltsstoffe. Durch die niedrigen Temperaturen beim Kaltpressen bleiben Vitamine, Aroma- und sekundäre Pflanzenstoffe weitgehend erhalten. Aber auch mögliche Schadstoffe aus der Saat bleiben im Öl.

Alle Details zum Test (kostenpflichtig): www.konsument.at/pflanzenöle052018

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