Kaffee im Test: Bekömmliches Ergebnis

Drei Bio-Produkte haben die Nase vorn. Das erfreuliche Ergebnis zeigt auch, dass Qualität und Umweltschutz nicht unbezahlbar sind. Im Zentrum des KONSUMENT-Tests stand die Schadstoffuntersuchung:

Acrylamid entsteht beim Rösten. Die Substanz kann laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES) das Erbgut schädigen bzw. Krebs erzeugen. Es gibt keinen gesetzlich geregelten Acrylamid- Höchstgehalt, weil jede noch so geringe Menge ein potenzielles Gesundheitsrisiko birgt. Die Hersteller müssen sich aber an EU-Richtwerten orientieren.

Furan entsteht ebenfalls bei der Erhitzung. Auf der Basis von Tierversuchsstudien kommt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zu dem Schluss, dass Furan Leberschäden und Leberkrebs verursachen kann. Da die Verbindung sehr flüchtig ist, ist der Furan-Gehalt im fertigen Kaffeegetränk deutlich niedriger als in der Bohne bzw. im gemahlenen Kaffee.

Ochratoxin A ist ein hitzestabiles Schimmelpilzgift, das vor allem bei nicht sachgemäßer Ernte, Lagerung und Verarbeitung oder beim Transport gebildet werden kann. Der zulässige OTA-Höchstgehalt wurde in keinem Produkt überschritten.

Kennzeichnung

Immer wieder Anlass zur Kritik gibt die unzureichende Kennzeichnung von Lebensmitteln. Negativ fiel auf, dass auf vielen Produkten ein Hinweis für eine „kühle“ Lagerung des Kaffees angegeben ist. Diese entspricht laut österreichischem Lebensmittelbuch einem Temperaturbereich zwischen 9 und 18 Grad Celsius. Da es sowohl im Handel als auch in Privathaushalten weitgehend an geeigneten Kühleinrichtungen für diese Temperaturen mangelt, erscheint der Hinweis sinnlos. Weitere Kennzeichnungsmängel betrafen teilweise unvollständige Adressangaben oder fehlerhafte Angaben des Mindesthaltbarkeitsdatums.

Sensorik

Für die Sensorik wurden acht Gramm Kaffee direkt in die Tasse gemahlen und mit 150 Milliliter 89 bis 93 Grad Celsius heißem Wasser aufgegossen. Miteinbezogen wurde auch, wie hoch der Anteil an zerbrochenen Bohnen war, ob sie schwarze Flecken hatten oder ob sich Fremdkörper unter den Kaffeebohnen befanden (im Caffé in grani von Bellarom war ein Stein).

www.konsument.at/kaffee22

 

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