Heißluftfritteusen: Gar nicht gut

Sie boomen als die gesündere und vielseitigere Alternative zur Fettfritteuse, doch überzeugen konnten sie nicht.

Trendprodukt

Die Heißluftfritteuse hat sich zum Trendprodukt entwickelt. Konkret handelt es sich um Mini-Backöfen mit Grill und Umluft, bei denen es genügt, vor dem Garvorgang ein bis zwei Esslöffel Speiseöl hinzuzufügen. Die Palette an Nutzungsmöglichkeiten ist vielfältig. Pommes frites, Hühnerkeulen, Gemüse bzw. Muffins sollen damit köstlich gelingen - theoretisch zumindest.


Zu viel versprochen 

Doch das Endergebnis fällt im Großen und Ganzen enttäuschend aus, speziell wenn man nach den Herstellerangaben vorgeht. Die beiden Philips-Fritteusen sowie jene von Caso liefern jedenfalls knusprige Pommes frites, wenngleich diese nicht so intensiv riechen und schmecken wie aus dem Fett heraus und auch merklich trockener sind. Zucchini, Paprika und Champignons kamen bei Befolgung der Herstellerangaben nur bei der Caso AF 400 in kulinarisch ansprechender Form wieder zum Vorschein, bei einigen anderen Geräten führte erst das Experimentieren mit Temperatur und Gardauer doch noch zu besseren Ergebnissen. Gute Muffins erzeugten die beiden Philips-Modelle und Russell Hobbs auf den ersten Versuch, während Severin komplett daran scheiterte. Tiefpunkt sind freilich die Hühnerkeulen: Bei Philips Airfryer HD9220, Gourmetmaxx, Russell Hobbs und Clatronic landen sie blass und mit roten Stellen am Knochen nicht gerade appetitlich auf dem Teller.

Die Besten im Test

Zu heiß: Achtung Verbrennungsgefahr!

Ebenfalls getestet, aber „nicht zufriedenstellend“: Die Tefal Actifry-Modelle 2in1, Genius XL und Original sowie De’Longhi Multifry FH1394/2. Es handelt sich um Deckelmodelle mit entnehmbarem Frittierkorb, und ausgerechnet im Deckelbereich besteht bei Oberflächentemperaturen zwischen 97 (De’Longhi) und 118 Grad (Tefal) Verbrennungsgefahr. Die vier Geräte überzeugten auch punkto Zubereitung nicht. 

Tipps

Alternativen. Heißluftfritteusen sind vielseitig und arbeiten fett- und geruchsärmer als Fettfritteusen. Sie sind aber nicht alternativlos, weil man vieles auch im Backrohr oder in der Kombi-Mikrowelle zubereiten kann.

Acrylamid. Alle Pommes frites blieben im Test deutlich unter den von der EU als kritisch angesehenen Werten für den krebserregenden Stoff Acrylamid.

Schütteln. Das bestmögliche Ergebnis erzielt man, wenn man die Pommes frites während der Zubereitung mehrmals schüttelt.

Experimentieren. Oft lassen sich die Ergebnisse verbessern, wenn man sich nicht akribisch an die Herstellerangaben hält. Am meisten herausholen lässt sich diesbezüglich aus der Caso AF 400, die sehr einfach zu bedienen ist, allerdings den höchsten Stromverbrauch hat. 

Alle Details zum Test: www.konsument.at/heissluftfritteusen032019 (kostenpflichtig)

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