19.4.2016
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Buggys: Nichts für Babys

Buggys sind für Eltern eine feine Sache. Sie haben wenig Gewicht, lassen sich zusammenklappen und passen in jeden Kofferraum. Anders als mit einem sperrigen Kinderwagen kommt man mit ihnen auch ohne fremde Hilfe problemlos in Bus und Straßenbahn. Und sie haben auch Vorteile für die Kinder. Die Sprösslinge können selbst aus dem Buggy aussteigen, wenn sie lieber laufen möchten. Oder in ihn hineinklettern, wenn sie das Bedürfnis überkommt, ein Nickerchen zu machen.

Buggy von Anfang an? Warum nicht gleich mit einem Buggy beginnen, denken viele Eltern, und sich den teuren, sperrigen Kinderwagen samt Sportaufsatz einfach sparen? Ganz schlechte Idee! Auch wenn manche Hersteller ihre Buggys für Kinder ab der Geburt anbieten: Neugeborene sind in einer Tragetasche oder Babywanne am besten aufgehoben. Nur dort liegt ihre Wirbelsäule gerade und sie haben ausreichend Platz, um sich zu bewegen. Altersgerecht ist der Buggy erst dann, wenn der Nachwuchs zumindest selbstständig sitzen kann.  

Wenig kindgerecht. Viele Sitze sind zu schmal.. Da bleibt nicht viel Reserve fürs Wachstum und kaum Platz für dicke Winteroveralls. In manchen Buggys sitzen die Kinder aber nicht nur eingezwängt, sondern auch zu weit hinten, was beim Abwinkeln der Beine Probleme macht. 

Unbequem. Ausgesprochen ärgerlich ist, dass kein einziges Modell verstellbare Fußstützen hat. Und so hängen in der täglichen Praxis die Beinchen entweder in der Luft oder sie werden zu stark abgewinkelt. Vor allem in Kombination mit zu tiefen Sitzen führt Letzteres zu überbeugten Hüften und damit zu einer sehr unbequemen Sitzposition. 

Mit Schadstoffen belastet. Schiebegriffe, Stoff und Regenschutz sind mitunter beträchtlich mit bedenklichen Substanzen belastet. Beim Hauck fanden sich gefährliche Chlorparaffine im Griff, die seit 2002 verboten sind. Hauck startete mittlerweile eine Rückrufaktion. Beim Chicco wurde ein möglicherweise krebserregendes Flammschutzmittel entdeckt. Besser Finger weg!

Die besten fünf Modelle


Nuna Pepp Lux © Stiftung Warentest

Nuna Pepp Lux

270 Euro
gut

Komfortabel
Leicht auf- und zusammenzuklappen. Höhe der Schieberstange lässt sich verstellen. 10 Kilogramm schwer. Im Dunkeln kaum sichtbar. Nicht ab der Geburt geeignet, wie vom Anbieter ausgelobt. 

Maclaren Techno XT © Stiftung Warentest

Maclaren Techno XT

342 Euro
gut

Teuerster
Kinder fahren darin am besten. Allerdings ist der Sitz schmal und die Fußstütze wächst nicht mit. Interessant für große Eltern: höchste Schieberposition bis zu 109 Zentimeter. Gut im Dunkeln sichtbar. 

Baby Jogger Vue Lite © Stiftung Warentest

Baby Jogger

Vue Lite
296 Euro
gut

Rückwärts
Rückenlehne so verstellbar, dass das Kind nach vorne sieht oder mit Blick zu den Eltern fährt. Beim rückwärtsgerichteten Fahren gibt es keine Fußstütze; in Fahrtrichtung wächst sie nicht mit. Polsterung mager, Gestänge spürbar.

Peg Perego Pliko © Stiftung Warentest

Peg Perego Pliko

345 Euro
gut

Trittbrettfahrer
 
Mit Brett für ältere Geschwister. Schmaler Sitz, der sich nur um 150 Grad aufklappen lässt. Erfordert viel Platz. Rastet beim Aufklappen nicht von allein ein. Gut im Dunkeln sichtbar.

Knorr-Baby Vero XL © Stiftung Warentest

Knorr-Baby Vero XL

119 Euro
gut

Voluminös
Braucht zusammengeklappt den meisten Platz. Sitz eng und tief, Rückenlehne niedrig, Fußstütze wächst nicht mit. Dünne Polsterung. Sehr einfach zu beladen. Im Dunkeln schwer sichtbar. Chlorparaffine im Griff.

Detaillierte Testergebnisse: www.konsument.at/buggys042016 (kostenpflichtig)

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