Akku-Schlagbohrschrauber im Test

Test Akku-Schlagbohrschrauber: Schlagbohren gehört nicht zu ihren Stärken. Einige enttäuschen mit ihrer kurzen Haltbarkeit. Darunter auch teure Markenprodukte.

Eine Bohrmaschine wird in den meisten Haushalten benötigt. Gestandene Heimwerker haben für alle Eventualitäten das geeignete Spezialgerät zur Hand: einen Bohrhammer, eine Schlagbohrmaschine, einen großen, kräftigen und einen kleinen, handlichen Akku-Bohrschrauber, um nur einige zu nennen. Bei weniger Bedarf oder Begeisterung wird oft ein Gerät gewählt, das möglichst viele Aufgaben übernehmen kann: ein kabelloses Allzweckgerät fürs Bohren und Schrauben. Da wird dann gern zu einem Akku-Schlagbohrschrauber gegriffen. Ist diese Gattung die eierlegende Wollmilchsau?

Kabellos – kraftlos

Beim Schlagbohren sind die meisten Geräte einfach zu schwach. Ihnen fehlt im Vergleich zu den meisten Maschinen mit Kabel in der Regel die notwendige Motorleistung und Drehzahl. Schlagbohren mit dem 6-Millimeter-Bohrer ging noch bei einigen Testgeräten. War der Aufsatz aber deutlich größer, schwand der Erfolg. Nur zwei waren in dieser Kategorie „gut“. 

Gut geschraubt

Dafür sind die Akku-Schlagbohrschrauber besser fürs Schrauben geeignet. Sie sind üblicherweise leichter (zu halten) und ihre Drehbewegung lässt sich besser dosieren: Sobald der Finger vom Gas genommen wird, stoppt die Drehbewegung sofort. Es gibt hier kein Nachlaufen. Damit sind Schrauben exakter einzudrehen. Außerdem haben diese Akku-Modelle einen Verstellring für das Drehmoment. So kann mit der richtigen Einstellung zum Beispiel ein zu tiefes Eindringen der Schrauben ins Brett verhindert werden, weil der Motor vorher in den Leerlauf schaltet. Alle Test-Geräte versenken – ohne Vorbohren – problemlos 6 oder 8 Millimeter dicke Schrauben in Kiefernholz. Maschinen, die in der Tabellenspalte „Schrauben“ mit + oder ++ gekennzeichnet sind, schaffen das auch mit 10 Millimeter dicken Schrauben.

Neunmal „gut“

Testsieger mit einem „gut“ ist die Dewalt. Sie erreicht überall gute oder sehr gute Werte, nur beim Schlagbohren bringt sie eine durchschnittliche Leistung. Vom Rest der insgesamt neun „guten“ sind die Einhell, die Hikoki und die Milwaukee die besten.

Herauszuheben wäre hier die Hikoki, weil sie gute Schlagbohr-Qualitäten hat. Das hat sie mit der Bosch Professional gemeinsam, die wegen vieler Bestnoten wohl den Testsieg geholt hätte, wären nicht beide Test-Akkus viel zu früh eingegangen. So blieb im Endergebnis nur ein „weniger zufriedenstellend“. Sie ist aber nicht die Einzige mit Haltbarkeits-Problemen. Bei der Makita und der Metabo kam es in der Dauerprüfung zu Schäden des Schlagwerks. Bei den Modellen von Hornbach und Black+Decker passierte das ebenfalls, zusätzlich gab hier aber auch noch der Motor den Geist auf. Sie fielen beide mit „nicht zufriedenstellend“ beim Test durch.

System relevant 

 Akkus der Schlagbohrer können auch auf anderen Maschinenarten desselben Systems des Herstellers eingesetzt werden können. Vorteil: Ich brauche weniger Akkus oder kann diese bei Leistungsverlust untereinander tauschen. Nachteil: Ich bin meist an ein System und an einen Hersteller gebunden. Rufe nach einer Standardisierung verhallten bisher.

Tipps

  • Prüfen Sie bei schlechtem Bohrerfolg auch die Bohrer. Eventuell sind diese abgenutzt oder unpassend.
    Kraftvoll.
  • Bohren Sie öfter in harten Stein oder Beton, nehmen Sie einen Bohrhammer. Der arbeitet – ähnlich wie ein Mini-Presslufthammer – mit einem pneumatischen Schlagwerk.
Detaillierte Testergebnisse finden Sie hier: www.konsument.at/BohrerA21

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