1.9.2015
Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen

Versteckspiel bei Feta-Käse

In Feta und anderen Salzlakenkäsen steckt viel Fett und noch mehr Salz. Doch das steht nicht immer auf der Verpackung.

Nicht jeder Salzlakenkäse ist Feta. Eine eigene EU-Verordnung von 2002 regelt, dass nur Käse, der ausschließlich aus Schafs- oder Ziegenmilch besteht und vom griechischen Festland bzw. der Insel Lesbos kommt, als Feta verkauft werden darf. Das „g.U.-Zeichen“ (geschützte Ursprungsbezeichnung) garantiert, dass bei diesem Käse der gesamte Entstehungsprozess von der Erzeugung des Rohstoffs bis zum fertigen Produkt in einem bestimmten geographisch begrenzten Gebiet nach einem anerkannten und festgelegten Verfahren erfolgt.

Achtung,Trittbrettfahrer! Je größer die Erfolgsgeschichte eines Produkts, desto schneller gibt es Nachahmer. Salzlakenkäse kann auch aus Kuhmilch hergestellt werden. Da er seit 2002 nicht als Feta verkauft werden darf, kommt er z.B. als Hirtenkäse, Käse nach griechischer Art oder Balkanart in den Handel. Damit den Kunden der Unterschied nicht gleich auffällt, machen bei der Verpackungsgestaltung alle Hersteller einen auf Griechenland: Es dominieren die Farben Blau und Weiß, dazu kommen noch knorrige Schäfer und griechisch anmutende Namen.

Viel Salz. Besonders salzig ist der Feta von S-Budget. Mit seinen 4,0 Gramm Salz pro 100 Gramm Feta hat man gleich einmal zwei Drittel der empfohlenen Tagesdosis intus. Aber auch Ja! Natürlich und Salakis enthalten ganz schön viel Salz (je 3,2 Gramm auf 100 Gramm Käse). Ärgerlich: der deklarierte Salzgehalt weicht vom tatsächlichen mitunter beträchtlich ab.  Tipp für die Küchenpraxis: Ist Ihnen der Käse zu salzig, legen Sie ihn in Wasser ein. Damit geht ein Teil des enthaltenen Salzes in Lösung und bleibt im Wasser zurück.

Ziemlich viel Fett. Neben viel Salz steckt auch viel Fett in den untersuchten Käsen. Der Fettgehalt der getesteten Proben liegt zwischen 21 und 28 Gramm Fett pro 100 Gramm. Damit bestehen Feta und Co. zu rund 28 Prozent, also mehr als einem Viertel, aus Fett. Das schlägt sich natürlich auch in der Kalorienbilanz nieder.

Deklaration in winziger Schrift. Schwierigkeiten hat die Branche mit der Einhaltung der vorgeschriebenen Mindestschriftgröße von 1,2 Millimeter. Wichtige Hinweise auf der Verpackung sind manchmal unleserlich klein gedruckt. Und gelegentlich fehlen auch Hinweise darauf, wie lange sich der Käse nach dem Öffnen noch hält.

Feta & Co.

Was unter der Bezeichnung Feta auf den Markt kommt, muss aus Schafs- oder Ziegenmilch bestehen und aus Griechenland stammen. Der Käse ist aber auch in den Balkanländern und in der Türkei weit verbreitet und wird unter verschiedenen Namen verkauft. Ob Feta (griechisch), Weißkäse (türkisch), Sirene (bulgarisch): Es handelt sich dabei immer um einen halbfesten Schnittkäse, der in Salzlake reift und keine Rinde hat. Je nach Fettgehalt lässt er sich leicht brechen oder fast schmieren. Das Geschmacksspektrum reicht von salzig-säuerlich bis würzig. Offen eingekauften Käse am besten gleich verbrauchen, denn ohne die konservierende Salzlake vergärt er schnell. Angebrochene Packungen gut verschließen, im Kühlschrank lagern und innerhalb weniger Tage verspeisen.


Der komplette Test im Detail:  http://www.konsument.at (kostenpflichtig) 

TeilenZu Merkzettel hinzufügen

Facebook-Funktion aktivieren

Drucken
Zu Merkzettel hinzufügen
Zum Seitenanfang
Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen über Cookies, sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen und die Browsereinstellungen entsprechend anpassen.
Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen dazu sowie welche Daten wir wie lange speichern, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen.
OK