14.4.2015
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Saftige Überraschungen

Apfelsaft von guter Qualität gibt es schon um wenig Geld. Überraschend ist der hohe Zuckergehalt. 

Bio muss nicht teurer sein. Ob man sich bei Direktsäften für einen konventionell oder einen biologisch erzeugten entscheidet (bei Konzentraten gibt es diese Auswahl erst gar nicht), macht beim Blick auf den Preis kaum einen Unterschied. So kosten zum Beispiel Biotrend von Lidl oder Zurück zum Ursprung von Hofer etwa gleich viel wie die herkömmlich erzeugten Säfte von Billa oder Höllinger.

Schadstoffe. Ausgesprochen erfreulich fielen die Ergebnisse bei der Untersuchung auf Schwermetalle und Pflanzenschutzmittel aus. In keiner einzigen Probe konnte eine Belastung nachgewiesen werden. Auch das Schimmelpilzgift Patulin ist bei den getesteten Säften kein Thema.

Geschmack. Insgesamt erreichten naturtrübe Apfelsäfte deutlich bessere Ergebnisse als solche aus Konzentrat. Lediglich der klare Apfelsaft von Pfanner konnte bei den Laien neben der naturtrüben Konkurrenz geschmacklich bestehen.

Ganz schön süß. Die Spanne reicht bei Direktsäften von 94 Gramm (Biotrend/Lidl) bis zu 120 Gramm Zucker pro Liter (happy day). Etwas weniger süß sind die klaren Säfte aus Konzentrat. Zur Veranschaulichung in Zuckerwürfeln ausgedrückt würde das heißen: Wer einen Liter Apfelsaft trinkt, egal ob als Direktsaft oder aus Konzentrat, hat gleich einmal umgerechnet zwischen 24 und 30 Stück Würfelzucker intus. Auch wenn es sich dabei um fruchteigene Süße handelt, ändert das nichts daran, dass in einem Liter Apfelsaft unglaubliche 400 bis fast 500 Kilokalorien aus Zucker stecken!

Der Zuckerschmäh. Und was ist bei Säften mit der Auslobung „kein Zucker zugesetzt“? Vergessen Sie diese Werbung mit einer Selbstverständlichkeit. Kein Apfelsaft darf „aufgezuckert“ werden.

Der Zimtschmäh. „Mit Zimt veredelt“ steht auf der Flasche von „Omi´S Apfelstrudel“.  Also steckt auch echter Zimt drinnen, oder? Fehlanzeige! Der Saft wird nur mit Zimtaroma aufgepeppt.

Der „Österreich-Schmäh“.  „Hergestellt in Österreich“ steht bei Spar (100 % Apfel) und dem Direktsaft von Jeden Tag (Zielpunkt) auf dem Karton. Geschmückt ist der Schriftzug mit einer Österreich-Flagge. Kommen diese Säfte aus Österreich? Nein! Sie werden hier nur rückverdünnt und abgefüllt. Mit einem lieblichen Tal, umrahmt von Bergen, und einem Apfelbaum mit leuchtend roten Äpfeln wirbt der 100 % Apfel von Pfanner. Also stammt die Rohware für diesen Saft aus dem Inland? Fehlanzeige: Die Äpfel kommen aus verschiedenen EU-Ländern, Österreich inklusive. Nur die Verarbeitung passiert hier. Fazit: Eine rot-weiß-rote Fahne, eine heimatliche Idylle und ein „hergestellt in Österreich“ sagen genau nichts über die tatsächliche Herkunft eines Lebensmittels aus. Auch wenn die Konsumentenerwartung in diesem Fall sicher eine ganz andere ist.

    

Detaillierte Testergebnisse: www.konsument.at/apfelsaft042015 (kostenpflichtig)

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