19.1.2015
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Billige Autokindersitze: Sparen am falschen Platz

Muss man wirklich mehrere hundert Euro ausgeben, um seine Kinder sicher im Auto transportieren zu können? Diesmal im Test: Modelle mit Preisen zwischen 40 und 80 Euro. 

Verwirrendes Angebot. Kindersitze zum Billpreis gibt es vor allem Im Internet. Häufig sind sie einander sehr ähnlich, nicht selten unterscheiden sie sich nur durch äußere Details – etwa durch unterschiedliche Bezüge. Immer wieder werden idente Produkte auch unter anderen Bezeichnungen angeboten. Das macht die Auswahl erst recht schwer. 

Nur einer ist „gut“. Die Testergebnisse sprechen eine klare Sprache: Mehr als ein „durchschnittlich“ kann man in diesem Segment nicht erwarten, sechs von zehn Sitzen wurden, vor allem wegen krasser Sicherheitsmängel, als „nicht zufriedenstellend“ bewertet. Nur der BeOne von Osann (Nania) für die ECE-Gruppe 0+ weicht von dieser Regel ab.  Sowohl punkto Sicherheit als auch Handhabung kann er mit teureren Sitzen mithalten. 

Was beim Crash passieren kann. Die Sicherheitsmängel können lebensgefährlich sein. Bei zwei Modellen wurden im Crashversuch beide Schultergurte aus der Sitzschale gerissen und der Dummy wurde nur mehr vom Beckengurt gehalten. Bei einem solchen Unfall würde der Kopf des Kindes mit großer Wucht an den Vordersitz prallen. Gleich vier Modelle haben den Seitenaufpralltest nicht bestanden. Der Grund dafür liegt durchwegs an ihren abnehmbaren Rückenlehnen. Für größere Kinder (ab etwa 25 kg) muss die Rückenstütze abgenommen werden, weil sie dem Kind nicht genügend Platz bietet. Ohne Rückenstütze bieten die Sitze allerdings keinen Schutz beim Seitenaufprall, ein Airbag allein kann ein Kind nicht ausreichend schützen. Es zeigte sich, dass der Kopf des Kinderdummys genau in die Lücke zwischen dem vom Dachrahmen fallenden Kopf- und dem aus der Rückenlehne austretenden Seitenairbag geschleudert wird und auf die Fahrzeugtür prallt. Daher ist ein Kindersitz ohne Rückenlehne für die Gewichtsgruppe bis 36 kg ungeeignet.

Schwierige Montage, kompliziertes Anschnallen. Deutliche Mängel wurden auch in der Bedienung offenbar. Bei einigen Modellen erwies sich die Montage des Sitzes oder das Anschnallen des Kindes als ausgesprochen mühsam. Gestresste Eltern könnten damit in der Praxis schnell überfordert sein, Fehler – und somit Sicherheitsrisiken – sind vorprogrammiert. 

Fazit. Bei billigen Kindersitzen (unter 100 Euro) ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie hohen Unfallschutz bieten, gering. Zudem ist keiner der Sitze mit dem Isofix-System ausgestattet, das die Gefahr einer Fehlbedienung stark herabsetzen würde. Bei Markenprodukten ist - das ist durch zahlreiche Tests belegt – das Sicherheitsrisiko deutlich geringer. 


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