21.12.2015
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Alles am Tablet

Innovationen lassen auf sich warten, doch wer ein Gerät kaufen möchte, bekommt gute Leistung bereits für relativ wenig Geld. Plus und Minus kurz gefasst.

Samsung. Hervorstechendstes Merkmal der Galaxy Tabs S2 in beiden Größen ist das Display. Von geringen Reflexionen abgesehen, zeigt es sogar im Freien höchste Brillanz und Darstellungsschärfe. Die Lautsprecherqualität gehört – für Tablet-Verhältnisse – zur besten auf dem Markt. Wobei es bei der kleineren Ausführung fallweise zu Vibrationen kommt. Die Kamera liefert hochwertige Fotos, die lediglich einen leichten Blaustich aufweisen. Videoaufnahmen in 4K sind möglich. Die Zahl der Anschlüsse wurde auf ein Minimum reduziert. Eine bessere Kennzeichnung wäre wünschenswert. Zum Einsatz kommt beim mobilfunktauglichen Modell eine Nano-SIM-Karte. Für das Öffnen des SIM- bzw. Micro-SD-Kartenschachts wird ein eigenes Werkzeug mitgeliefert.

Apple. Das iPad Pro hat es aus Zeitgründen nicht in den aktuellen Test geschafft, wird aber auf www.konsument.at nachgereicht. Das iPad Mini zählt wie gehabt zur Topklasse, ließ die Tester aber mit gemischten Gefühlen zurück. Vor allem die nicht erklärbare, von Zeit zu Zeit auftretende Verlangsamung der WiFi-Verbindung war ärgerlich. Beim Display hat Apple die Reflexionen weitgehend in den Griff bekommen, es mangelt dem aktuellen Modell jedoch an einer gewissen Brillanz. Unverändert bleiben die Apple-spezifischen Beschränkungen beim Datentransfer (nur über die iTunes-Software am Computer) sowie die fehlende Möglichkeit zur Speichererweiterung. 

Amazon. Größere und teurere Tablets hat Amazon schon länger im Programm. Jetzt wird der Markt mit dem 60 Euro kostenden, kompakten Fire von unten aufgerollt. Im Sechserpack ist das Gerät noch preisgünstiger – als Basisausstattung für die ganze Familie, sofern alle fest im Universum von Amazon Prime verankert sind. Allerdings bewegen sich auch die Leistungsdaten des billigen Fire-Modells am unteren Ende. Ein befriedigenderes Nutzererlebnis bietet das doppelt so teure Fire HD6. Und die Fire HDX 8.9-Modelle können sogar mit dem iPad Mini mithalten.

Lenovo. Das Tab 2 A10-70 überzeugt nicht zuletzt mit seiner großen Ausdauer bei der Videowiedergabe (weniger bei aktiviertem WiFi). Auch die Foto- und Videoqualität ist akzeptabel – leider im Gegensatz zu jener beim Klang.

Asus. Alle getesteten Asus ZenPads sind langsam bei der Datenübertragung vom und zum Computer. Mit der Frontkamera sind keine Videoaufnahmen möglich. Das ZenPad S 8.0 überzeugt mit seiner Display- und Fotoqualität. Das ZenPad 8.0 punktet gleichfalls mit Display- und Fotoqualität, dafür ist der Klang mager. Beim ZenPad 10.0 ist das Display gut, die Hauptkamera akzeptabel, die Frontkamera jedoch enttäuschend. Ein völlig anderes Produkt, nämlich ein Hybrid-Gerät, ist das im Test von Windows 8.1 auf 10 aufgerüstete Transformer Book Chi. Ein Gerät mit Potenzial, das wir aber aufgrund unserer Erfahrungen nicht wirklich empfehlen: Der USB-3.0-Anschluss funktionierte weder mit Drittanbieter-Kabeln (ein originales wurde nicht mitgeliefert) noch erkannte er USB-2.0-Geräte.Die Foto- und Videoqualität hat nicht überzeugt. 

Acer. Im Vergleich zu früheren Acer-Modellen stellt das Iconia Tab 10 eine deutliche Verbesserung hinsichtlich Bild- und Tonqualität dar. Auch das Aufladen geht schnell vonstatten, während die Akkulaufzeit weniger überzeugt. Zu einem vergleichbaren Preis gibt es bessere Tablets.

Sony. Die Xperia-Z4-Modelle sind gefällige, leichtgewichtige Tablets, deren Verkaufspreis allerdings mehr verspricht, als die Geräte halten. Die Fotoqualität kann nicht überzeugen, der Klang der Lautsprecher noch weniger. Ein ständiges Ärgernis ist die mitgelieferte Tastatur, die zu klein ist, langsam reagiert und einen sehr billigen Eindruck hinterlässt.

Tablet und Versicherung
  • Beim Kauf eines Tablets wird oft eine Geräteversicherung mit angeboten. Den Abschluss sollte man sich aber gut überlegen. Tablets (und Notebooks) sind in der Haushaltsversicherung gegen Brand, Sturm, Leitungswasserschaden oder auch gegen Einbruchdiebstahl versichert. Der Versicherer ersetzt die Reparatur bzw. den Preis für ein gleichwertiges Gerät. 
  • Außerhalb der Wohnung ist das Abhandenkommen von Tablets und Notebooks seltener durch die Haushaltsversicherung gedeckt. Nur nach einem Diebstahl aus dem versperrten Hotelzimmer haben Sie eine Chance auf Versicherungsleistung. Wird Ihr Notebook aus dem Auto gestohlen, könnte die Kaskoversicherung leisten – allerdings nur dann, wenn das Gerät nicht von außen sichtbar verwahrt wurde. 
  • Wenn beispielsweise Ihr Freund bei einem Besuch bei Ihnen ein Glas Wasser über Ihr Gerät schüttet, könnte auch seine Privathaftpflichtversicherung leisten. Hier wird aber genau geprüft, um Versicherungsbetrug zu verhindern.
  • Warum nicht gleich eine Tabletversicherung abschließen? Sie ist ja schon ab ein paar Euro pro Monat zu haben. Wir meinen, es gibt Grenzen für brauchbaren Versicherungsschutz. Versichert werden soll, was ein Risiko darstellt. Wenn beispielsweise der Familienerhalter stirbt oder ein Unfall mit Langzeitfolgen passiert. Wie groß ist der Schaden, wenn Ihr Tablet oder Ähnliches zerstört oder gestohlen wird? Genau so groß, wie sein aktueller Wert. Meist sind es also kaum mehr als 200 bis 300 Euro, die im Schadensfall ersetzt werden. Oft ist ein Selbstbehalt zu tragen, im Schadensfall wird zudem nur der Zeitwert ersetzt – und der sinkt beachtlich schnell! Wenn man dann noch die oft von Verbrauchern geschilderten Probleme bei der Schadensabwicklung mitberücksichtigt, wird das Produkt noch unattraktiver. Und grundsätzlich gibt’s ja auch noch die Gewährleistung und meist eine Herstellergarantie

Alle Details (kostenpflichtig): www.konsument.at/tablets122015

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