21.10.2014
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Winterreifen im VKI-Test

175/65 R 14 T für Kleinwagen. Es wurden 14 Fabrikate getestet, wovon nur vier gut ab­schnitten und zwei durchfielen. Als Sieger ging der Continental WinterContact TS850 hervor. Er schaffte sogar den weiten Spagat mit der besten Bewertung auf nasser Fahr­bahn bei gleichzeitig sehr geringem Ver­schleiß. Den Michelin Alpin A4, bekannt für höchste Laufleistungen, konnte er im Ver­schleiß allerdings nicht schlagen. Der Dunlop Winter Response 2 überzeugte mit dem ge­ringsten Rollwiderstand, also geringstem Verbrauch. Auch Ausgewogenheit in allen Disziplinen ist eine gute Methode, um weit vorne zu landen – so erzielte der Firestone Winterhawk 3 nirgends die beste Note und schaffte trotzdem ein „gut“ in der Endnote.

195/65 R 15T für Kompaktwagen und leichte Limousinen. In dieser Dimension wurden ebenfalls 14 Produkte getestet. Auch hier schafften nur vier ein „gut“ und zwei fielen mit der Note „nicht zufriedenstellend“ komplett durch. Auch hier in der breiteren Dimension konnte sich der Continental an die Spitze setzen, und zwar mit gleich drei Bestnoten, nämlich auf Schnee, im Kraftstoffverbrauch und im Ver­schleiß. Dafür schaffte der  zweitplatzierte Bridgestone die beste Bewertung seiner Gruppe auf nasser Fahrbahn. Miche­lin, sehr oft weit vorne zu finden, schaffte es nur ins Mittelfeld. Die Zuspitzung auf gute Wintereigenschaften hat Schwächen auf trockener Fahrbahn zur Folge. Goodyear war diesmal nicht im Test vertreten. Der bekann­te Ultra Grip 8 wird nicht mehr produziert und der Nachfolger Ultra Grip 9 stand noch nicht zur Verfügung. 

Nässe zählt. Die Dichte des Verkehrs und die gute Organisation der Räum-und Streudienste haben zur Folge, dass es im Winter in vielen Regionen eher selten zu wirklich winterlichen Fahrbahnbedingun­gen mit Eis und Schnee kommt. So sollte ein guter Winterreifen vor allem bei tiefen Temperaturen auf nasser Fahrbahn einen guten Grip aufweisen.

Wirtschaftlichkeit. Manche Reifen sind zwar etwas teurer als andere, wei­sen aber eine nahezu doppelte Laufleistung auf. Trotzdem muss nicht unbedingt der Pneu mit der höchsten Laufleistung auch der günstigste sein. Vor allem, wer im Winter sein Auto weniger bewegt, kommt auch nach mehreren Saisonen nicht an die Grenzen der Laufleistung.

Außerdem im Test: Ganzjahresreifen. Auch diesmal war das Ergebnis eher ernüchternd, zumal die beiden Marktführer mit üblicherweise halbwegs brauchbaren Produkten fehlten, nämlich Goodyear und Hankook. Beide Hersteller haben sich ent­schieden, die Einführung ihrer Produkte auf 2015 zu verschieben. So konnte auch keine Überprüfung der Testergebnisse an im Han­del gekauften Exemplaren erfolgen. Falken und Vredestein erreichten ein „weniger zu­friedenstellend“, Kumho und Uniroyal stürz­ten komplett ab.

Das Problem ist in vielen Fällen ähnlich und im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass Ganzjahresreifen in ihrer Konstruktionsart eigentlich Winterreifen sind. Das heißt, in ihren Eigenschaften als Winterreifen funktionieren sie einigermaßen; auf warmer und trockener Fahrbahn zeigen sie jedoch Schwächen, die bei einem Eingreifen des ESP mitunter zu kritischen Fahrzustän­den führen.

Geschwindigkeitsindex mit Tücken

Bei Sommerreifen scheint alles klar: Der Geschwindigkeitsindex des Reifens muss dem im Zulassungsschein eingetragenen Buchstaben entsprechen, etwa T bis 190 km/h, H bis 210 km/h oder bei besonders flotten Fahrzeugen Y bis 300 km/h. Den Geschwindigkeitsindex ZR findet man vorzugsweise auf Reifen von Supersportwagen, die speziell für den bestimmten Fahrzeugtyp konstruiert wurden und dessen Geschwindigkeitsprofil erfüllen. Die im Zulassungsschein im Feld „Höchstgeschwindigkeit“ angegebene Zahl ist für die Reifenwahl ohne Bedeutung.


Bei Winterreifen dürfen auch Dimensionen mit niedrigerer Höchstgeschwindigkeit gewählt werden. Dann ist aber ein Aufkleber mit der für die Reifen gültigen Höchstgeschwindigkeit am Armaturenbrett Pflicht. Da es den Begriff Ganzjahresreifen im Gesetz nicht gibt, gilt dieser als Winterreifen. Das bedeutet, auch Ganzjahresreifen dürfen einen niedrigeren Geschwindigkeitsindex aufweisen. Grundsätzlich ist es ja erlaubt, das ganze Jahr über mit Winterreifen zu fahren. Das kann etwa in Italien zu Problemen führen, bis hin zur Abnahme der Kennzeichen. Verwendet man dort nämlich Winterreifen im Sommer, müssen auch diese dem Geschwindigkeitsindex entsprechen, der im Zulassungsschein eingetragen ist.


Detaillierte Testergebnisse: www.konsument.at/winterreifen201410  (kostenpflichtig)

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