15.12.2014
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Tückisches Sparen beim Wäschewaschen

Heutige Technologien ermöglichen mit lang dauernden Sparprogrammen saubere Wäsche trotz niedriger Temperaturen. Die Waschmaschinen sparen Wasser und Strom, die Hygiene bleibt mitunter auf der Strecke.

Sparprogramme sind angesagt: Bis zu dreieinhalb Stunden kann ein Waschgang im Sparprogramm dauern. Doch die Geräte waschen im 60-Grad-Eco-Modus nicht nur lange, sondern auch mit wesentlich geringerer Temperatur. Gleichauf an der Spitze stehen die Waschmaschinen Bosch (1.159 Euro), Miele (1.299 Euro) und Siemens (1.159 Euro). AEG wäscht zwar am besten, ist aber lauter als die Testsieger. Alle Testgeräte befinden sich in der höchsten Energieeffizienzklasse A+++. Dieses Label erhalten nur Maschinen, die im Sparprogramm besonders wenig Strom verbrauchen.

Weniger als 60 Grad. Um diese Vorgabe einzuhalten, kommt häufig ein Trick zum Einsatz: Da die Maschinen die meiste Energie zum Aufheizen des Wassers benötigen, senken viele Hersteller die Temperatur. Die Spar- oder Eco-Programme sind zwar meist mit 60 Grad angegeben, erhitzen das Wasser aber nur am Anfang für wenige Minuten. Die hier gemessenen Werte liegen zwischen 38 Grad (Panasonic) und 55 Grad (AEG). Nach dem kurzen Aufheizen sinkt die Temperatur in der Lauge während des Waschens um einige Grade. Eine Ausnahme bilden die Geräte von Bosch und Siemens, bei denen in den Sparprogrammen kurzzeitig mehr als 60 Grad gemessen wurden. Beide Maschinen verbrauchten dennoch wenig Strom.

Flecken weg

Und es funktioniert wirklich: Trotz niedriger Temperatur entfernen alle 60-Grad-Eco-Programme Flecken von Blut, Öl und Rotwein ähnlich zuverlässig wie die 60-Grad-Normalprogramme. Der Test zeigt, die Maschinen sparen im Schnitt je Eco-Waschdurchgang 14 Cent für Wasser und Strom im Vergleich zum Normalprogramm. Dafür brauchen sie durchschnittlich 34 Minuten länger. Bei Miele kostet ein 60-Grad-Normalwaschgang jedoch nur 5 Cent mehr als der Sparmodus. Bei Panasonic sind es 29 Cent.

Hygiene

Was die Hygiene anbelangt, können längere Waschzeiten die niedrigeren Temperaturen nicht vollständig ausgleichen. Neue Forschungsergebnisse zeigen zum einen, dass Energiesparprogramme dank langer Laufzeit selbst bei niedrigen Temperaturen viele Krankheitserreger aus der Wäsche entfernen. Das funktioniert mit Waschpulver, das Bleichmittel enthält noch besser als mit Waschmittel ohne Bleichmittel. Zum anderen belegt die Studie: Bei niedrigen Temperaturen überleben einige Bakterien und Pilze trotz Einsatz von Bleichmitteln. Gesunden Menschen macht das vermutlich nichts. Niemand weiß jedoch, ab welcher Konzentration solche

Krankheitserreger gefährlich werden. Es empfiehlt sich, Wäsche von Personen mit geschwächtem Immunsystem mit Pulver, das Bleichmittel enthält, im 60-Grad-Normalprogramm zu waschen. Denn je heißer ein Programm wäscht und je länger die hohe Temperatur anhält, desto gründlicher verschwinden Krankheitserreger. So wirkt das 60-Grad-Normalprogramm wie ein Hygienedurchlauf. Es heizt zu Beginn des Waschprogramms auf mehr als 60 Grad und wäscht auch danach mit insgesamt höherer Temperatur als das Sparprogramm.

Schutz vor Wasserschäden

Wer während der Waschprogramme nicht ständig in der Nähe der Maschine sein kann, sollte unbedingt auf einen Vollwasserschutz achten. Dieser bewahrt vor jeder Art von Wasseraustritt im Gerät oder beim Zulaufschlauch. Voraussetzung ist eine korrekte Montage. Der Schutz wird unter anderem durch ein Sicherheitsventil sowie einen Mikroschalter und einen Schwimmer in der Bodenwanne sichergestellt. Sollte es zu einem Wasseraustritt aus dem Inneren des Gerätes kommen, werden automatisch Ventil und Pumpe aktiviert, um eine weitere Wasserzufuhr und einen Wasseraustritt zu verhindern. Verfügt das Gerät nur über einen AquaStop-Schlauch, hilft dieser einzig bei undichtem Wasserzulaufschlauch. Er besteht aus Innen- und Außenschlauch. Die Wasserzufuhr wirddirekt am Wasserhahn unterbunden. Den geringsten Schutz bietet ein Zulaufschlauch mit höherer Drucksicherheit sowie Überlaufschutz.

TIPPS
  • Mit voller Beladung waschen: Damit eine Waschmaschine möglichst effizient arbeitet, ist es wichtig, das Gerät immer voll zu beladen. Faustregel: Passt die Wäsche mit etwas Druck in die Trommel, ist die Maschine maximal beladen.
  • 40-Grad-Wäsche: Für gesunde Menschen reicht bei normal verschmutzter Wäsche ein 40 Grad-Programm völlig. Flüssigwaschmittel und Pulver sind gleichermaßen geeignet.
  • 60-Grad-Wäsche: Die Textilien von kranken Personen am besten getrennt von jenen Gesunder im 60-Grad-Normalprogramm waschen, und zwar mit einem bleichehaltigen Vollwaschmittel. Sparprogramme waschen nicht heiß genug, sodass insbesondere bei Pilzerkrankungen und Infekten mit Durchfall manche Erreger nicht absterben. Außerdem: Waschen Sie Bettwäsche von Hausstauballergikern bei mindestens 50 Grad.
  • Bleichmittel: Ein Bleichmittel hilft, Keime zu beseitigen. Es ist in Pulver, Perlen oder Tabs enthalten. Bleichmittel greifen allerdings empfindliche Farben an. Hygienespüler sind eine Alternative für die Wäsche kranker Menschen, die kein Vollwaschmittel verwenden sollen. Sie entfernen Keime und schonen Farben.


Detallierte Infos (kostenpflichtig) : www.konsument.at/waschmaschinen201411


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