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E-Book-Portale schnitten im VKI-Test nicht gut ab

Die Anzahl der E-Book-Portale im Internet suggeriert eine Auswahl, die es so nicht gibt. Kopierschutz und geschlossene Systeme sorgen für die Kundenbindung.

Einschränkungen. Die Nutzungsrechte an einem E-Book gegenüber der gedruckten Ausgabe sind immer eingeschränkt. Verleihen, verschenken oder weiterver­kaufen kann man ein elektronisches Buch nicht, dafür sorgen diverse Kopierschutzlösungen. Die stärksten Beschränkungen findet man bei Apple. Auch Amazon hat ein geschlossenes System mit eigenen E-Readern (Kindle) und eigenem Dateiformat (mobi). 

Lücken im Sortiment. Aktuelle Bestseller sind problemlos als E-Books erhältlich. Bei älteren Titeln, weniger massentauglichen Autoren oder Sachbüchern ist das Angebot oft merklich dünner. Die größte Vielfalt findet man bei Amazon und Apple. Eher mager bestückt sind Google und der kanadisch-japanische Buchhändler Kobo. 

Praktischer Direktkauf. Der auf den ersten Blick praktischste Weg, um ein E-Book zu erwerben, ist der direkte Download auf ein Tablet oder den E-Reader, sofern das jeweilige Portal ein eigenes, inter­nettaugliches Lesegerät mit vorinstalliertem E-Book-Shop anbietet. Übersichtlicher ist freilich das Durchstöbern des Shops über den Computer. Was die auf den E-Readern vorinstallierten Shops betrifft, so gestaltet nur Amazon den Direktkauf von seinen Kindle-Modellen recht komfortabel. 

Datenschutz und Geschäftsbedingungen. Unbefriedigend ist der Umgang der Portale mit den Nutzerdaten. Die Datenschutzerklä­rungen sind umfangreich, aber schwer ver­ständlich, nirgends wird dezidiert ausge­schlossen, dass Nutzerdaten an Dritte weitergegeben werden. Bei den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gibt es einen eindeutigen Unterschied zwischen den hierzulande (bzw. in Deutsch­land) ansässigen Portalen und den interna­tionalen Anbietern. Von diesen hat lediglich Google Geschäftsbedingungen, die weitest­gehend unseren Rechtsnormen entsprechen. 

Fazit. Schon der Kauf eines bestimmten E-Readers schränkt die Auswahl bei den E-Book-Portalen ein. Eigene Software- und Kopierschutzlösungen tun das Ihre. Marktführer Amazon punktet mit dem breitesten Sortiment und viel Kom­fort bei Buchkauf und -nutzung. Die mangelhaften AGB kosteten aber den Testsieg. Buecher.de und eBook.de teilen sich den ersten Platz im Test. Bei Buecher.de klappt die Synchronisation zwischen den Geräten besser, dafür übermitteln die Lese-Apps von eBook.de nur die unbedingt notwendigen Nutzerdaten.

Details und weitere VKI-Tests finden Sie auf www.konsument.at (kostenpflichtig)!

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