21.12.2017

Christbaumbrand: Versicherung zahlt nicht immer

Trockene Christbäume führen jedes Jahr wieder zu Haus- und Wohnungsbränden. Die AK-Konsumentenschützer informieren, wie man mit wenigen Handgriffen einen Brand vermeidet und geben Auskunft, wann die Haushaltsversicherung einspringt, sollte es zu einem Schadensfall kommen.

Christbäume werden oft schon im Herbst gefällt und büßen bis Heiligabend einen Großteil ihrer Feuchtigkeit ein. Trockene Heizungsluft in den Wohnräumen dörrt den Baum zusätzlich aus. Fängt der Christbaum Feuer, brennt er innerhalb von Sekunden.

Kerzen auslöschen

Im Normalfall übernimmt die Haushaltsversicherung den Schaden und die anfallenden Aufräum- und Löschkosten. „Die Haushaltsversicherung zahlt aber nicht, wenn grob fahrlässig oder gar vorsätzlich gehandelt wurde“, informieren die AK-Konsumentenschützer. Die Entscheidung, ob leicht oder grob fahrlässig gehandelt wurde, wird im Einzelfall überprüft. Grob fahrlässig wäre es z.B., wenn man die Kerzen unbeaufsichtigt am Baum brennen lässt.

Greift der Brand auf Nachbarwohnung oder –haus über, ersetzt die private Haftpflichtversicherung den Schaden. Diese ist meist in der Haushaltsversicherung inkludiert. „Konsumenten sollten darauf achten, dass sie nicht unterversichert sind, denn sonst zahlt die Haushaltsversicherung nur den Anteil, der versichert ist“, so die AK-Experten.

Tipps der AK

Mit einigen wichtigen Vorkehrungen können Christbaumbrände verhindert werden:

  • Beim Kauf des Christbaums darauf achten, dass er noch keine Nadeln verliert, denn dann ist er nicht frisch geschnitten.  
  • Passenden Standplatz für den Baum wählen. Feuerfeste Unterlage verwenden und den Baum gut befestigen.
  • Wer Kerzen statt Lampen verwendet, sollte Augenmerk darauf legen, dass diese nicht mit der Dekoration in Berührung kommen. Dasselbe gilt für Sternspritzer.
  • Kinder und Haustiere nie unbeaufsichtigt in Räumen lassen, in denen Kerzen brennen.
  • Einen Kübel Wasser oder den Feuerlöscher für den Notfall bereitstellen.  


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