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Fairer Umgang mit Mensch und Tier

Billige Kleider und Geräte kaufen wir meist auf Kosten der Menschen in den Entwicklungsländern, die oft unter unwürdigen Arbeitsbedingungen ausgebeutet werden. Das muss nicht so sein! Wir können durch faires Konsumverhalten zu verantwortungsbewusstem Umgang mit Rohstoffen und Produkten beitragen.

Der Konsumentenschutz hat für Sie Einkaufsführer mit Fairtrade-Produkten bzw. Firmenlisten zusammengestellt.

Fairer Handel

Wer Waren mit dem "Fairtrade"-Gütesiegel kauft, kann sich darauf verlassen, dass arbeitsrechtliche und ökologische Mindeststandards eingehalten und kontrolliert werden, z.B.:

  • Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit
  • Einhaltung von sozialen Mindeststandards (z.B. bei Lohn und Arbeitszeit)
  • Förderung von sozialen Projekten

Fairtrade fördert gezielt Kleinbauern, die sich in Genossenschaften organisiert haben. Neben Lebensmitteln gibt es auch Kleider und handwerkliche Produkte mit dem Fairtrade-Gütesiegel. Wo Sie diese Produkte erhalten, finden Sie im Einkaufsführer unter www.fairtrade.at

Kleidung ohne Leiden

Von einem Sportschuh, der im Handel um 100 Euro verkauft wird, gehen nur 0,4 Prozent des Preises als Lohn an die Arbeiterinnen oder Arbeiter in den Erzeugerländern. Das Datenbankprojekt der Clean Clothes Kampagne liefert dank einer europaweiten Firmenbefragung und Analyse erstmals standardisierte und untereinander vergleichbare Profile von Fashion- und Outdoor-Unternehmen. Über 50 Unternehmen wurden in der Datenbank "Firmencheck" der Clean Clothes Kampagne erfasst. Ebenso gibt es eine Übersicht über die wichtigsten Gütesiegel für soziale und ökologische Nachhaltigkeit in der Bekleidungsbranche.

Preisaufschlüsselung eines T-Shirts © -, www.lohnzumleben.de

Ökotextilien in Österreich

Ökotextilien sind hautfreundlicher, ökologischer oder fairer produziert als konventionelle Textilien. Der Fair Fashion Finder ermöglicht es KonsumentInnen faire Mode schnell und einfach zu finden und informiert über die sozialen und ökologischen Produktionsbedingungen der präsentierten Kollektionen.

Mit gutem Gewissen Spielzeug schenken

Fast die Hälfte der bei uns erhältlichen Spielwaren kommt aus China. Niedrigstlöhne, geringer Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie illegale Kinderarbeit bei der Herstellung von Spielzeug sind dort oft noch Realität.

Ein verbindliches Gütesiegel, das garantiert dass soziale Standards eingehalten werden, existiert nicht. Zumindest was Material, Produktion, sicheren Gebrauch und Entsorgung betrifft, können sich Konsumenten/-innen an der roten „spiel gut“ Plakette orientieren. Weiterführende Informationen dazu finden Sie unter www.spielgut.de

Die Aktion "fair spielt" bietet darüber hinaus unter www.fair-spielt.de eine aktuelle Liste an, die darüber informiert, welche Firmen bei ihren chinesischen Lieferanten die Umsetzung des Verhaltenskodex des Weltverbandes der Spielzeugindustrie überprüfen.

Blumen fair schenken

Immer mehr kritische Konsumenten fragen vor dem Kauf eines Blumenstraußes nach der Herkunft der Blumen. Denn so manche Rose wird unter menschenunwürdigen und umweltzerstörenden Bedingungen hergestellt. Um nachhaltig produzierte Blumen zu kennzeichnen sind eine Reihe von Labels und Initiativen entstanden, die jedoch zum Teil unterschiedliche Bedeutung haben. Die Konsumentenschützer der AK helfen, sich am Markt zu orientieren.

FAITRADE-Gütesiegel

Logo Fairtrade © Österreich, Fair Trade

Was das FAIRTRADE-Gütesiegel garantiert:

  • die direkte Verbesserung der Lebenssituation von ArbeiterInnen durch die FAIRTRADE-Sozialprämie 
  • die selbstbestimmte kollektive Verwendung der FAIRTRADE-Sozialprämie durch die ArbeiterInnen
  • die Gewährleistung sozialer Grundrechte durch die Umsetzung der ILO-Konventionen zum Schutz der ArbeiterInnen
  • Transparente und demokratische Betriebsstrukturen
  • die vollständige Warenflusskontrolle von der Farm bis zum Verkaufspunkt
  • jährliche Kontrollen durch unabhängige Dritte (FLO-Cert und unabhängige Wirtschaftsprüfer)
  • die Umsetzung ökologischer Mindeststandards
  • die kontinuierliche Verbesserung dieser Umweltstandards
  • die Reduktion des Pestizideinsatzes und der Wechsel auf weniger toxische Produkte
  • die strikte Einhaltung notwendiger Sicherheitsmaßnahmen

Mehr Informationen auf www.fairtrade.at

FFP – FAIR FLOWERS FAIR PLANTS

FFP fokussiert auf ökologische Standards sowie auf ILO-Kernnormen. Die Kernnormen der ILO sind weltweit anerkannt und regeln einen Mindeststandard für Arbeitnehmer. Dazu gehören gleiche Entlohnung für Männer und Frauen, keine Kinderarbeit oder das Recht, Gewerkschaften zu gründen. Die Kriterien enthalten keine spezifische entwicklungspolitische Komponente. FFP ist ein Konzept für nachhaltige Blumenproduktion. 

Mehr Informationen auf www.fairflowersfairplants.com

Tierleid für die Schönheit?

In der EU sterben jährlich rund 30.000 Versuchstiere: Die Kosmetikindustrie benutzt sie, um Inhaltsstoffe von Kosmetika auf ihre Verträglichkeit zu testen. Auf diese Tests könnte man aber leicht verzichten, da ohnehin rund 8.000 bereits getestete Inhaltsstoffe zur Verfügung stehen. Außerdem gibt es Prüf- und Untersuchungsverfahren, die Tierversuche ersetzen, reduzieren oder zumindest Tierleid vermindern.

Wir haben für Sie eine Liste mit Firmen erstellt, die ohne Tierversuche auskommen.

Pelz

Weltweit werden Millionen Wildtiere (z.B. Nerze) unter grausamen Bedingungen gezüchtet, um ihre Felle als Pelzmantel oder "schickes" Accessoire teuer zu verkaufen. Statt des klassischen Pelzmantels zeigt er sich aber heute vor allem als Besatz an Krägen, Kapuzen, Aufschlägen, Schuhen und Mützen oder kommt als Accessoire wie Schals oder Schlüsselanhänger in den Handel. Für den Käufer ist es nur schwer möglich, echten von Kunstpelz zu unterscheiden, da Echtpelz oft geschoren, gefärbt oder als Material-Mix angeboten und häufig nicht deklariert wird.

Die Tiere fristen in winzigen, oft überfüllten Käfigen ihr Dasein. Da die Käfige meist aus Drahtgitter sind, verletzen sich die Tiere ihre empfindlichen Pfoten. Brutal ist Dokumentationen zufolge der Tötungsvorgang: die Tiere werden mit großer Wucht zu Boden geschleudert, um sie bewusstlos zu machen. Noch immer lebend werden die Tiere aufgehängt und gehäutet.

Die Initiative "Fur Free Retailer" informiert über Modeunternehmen, die sich schriftlich verpflichtet haben, keinen Echtpelz mehr zu verwenden. Mit dieser Liste wird Verbrauchern geholfen, garantiert pelzfreie Mode zu finden und eine bewusste Entscheidung im Sinne des Tierschutzes zu treffen.

Fischkonsum

Als Konsumenten/innen können Sie dazu beitragen, dass es weder zu Überfischung noch zu einer Zerstörung von marinen Lebensräumen kommt. Der von Greenpeace zusammengestellte Fisch-Einkaufsratgeber soll helfen, gefährdete Fischarten zu meiden. Einige Supermärkte haben bereits Schritte zur Verbesserung ihres Fischeinkaufs gesetzt.

Zum Fisch-Einkaufsratgeber

Umweltschodende Wasch- und Reinigungsmittel

Es ist nicht einfach, aus der Vielzahl an Wasch- und Reinigungsmitteln das richtige Produkt zu wählen. "die umweltberatung" bewertet seit 1994 Wasch- und Reinigungsmittel anhand von ökologischen Kriterien. Der Kriterien-Raster wurde von "die umweltberatung" zusammen mit dem österreichischen Ökologie-Institut und dem IFF/IFZ Interuniversitäres Forschungszentrum Graz und dem Verein für Konsumenteninformation erstellt und ist mit dem Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs abgestimmt. Die Kriterien berücksichtigen die Auswirkung der Produkte auf Umwelt und Gesundheit.

Datenbank ÖkoRein
In der Datenbank ÖkoRein finden Sie alle umwelt- und gesundheitsschonenden Wasch- und Reinigungsmittel, die von "die umweltberatung" empfohlen werden. Hier werden ausschließlich von Experten/-innen positiv bewertete Produkte veröffentlicht.

Zur Reinigungsmittel-Datenbank

Umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen

Das Umweltzeichen wird an Produkte, Tourismusbetriebe und Bildungseinrichtungen vergeben. Das europäische Umweltzeichen achtet in besonderer Weise auf Strenge Umwelt- und Gebrauchstauglichkeit. Es soll Konsumenten umweltfreundliche Produktalternativen aufzeigen.

Eine Liste von Herstellern bzw. Produkten und Dienstleistungen mit dem Europäischen Label und den österreichischen Umweltzeichen finden Sie unter folgenden Links:

Kosmetik ohne Tierversuche

Die EU hat Tierversuche für Kosmetika vor mehr als 3 Jahren verboten. Das Verbot ist allerdings nach wie vor löchrig.

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